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Vor dem Urlaub Stecker ziehen spart bis zu 50 Euro

Energiekosten können während des Sommerurlaubs mit wenigen Handgriffen reduziert werden. Konsequentes Trennen nicht benötigter Geräte von der Stromversorgung spart in zweiwöchigem Urlaub knapp 140 kWh, in drei Wochen sogar mehr als 200 kWh.

In einigen Bundesländern wie zum Beispiel Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern haben die Sommerferien bereits begonnen – in den anderen Ländern ist es demnächst soweit.

Für viele Familien beginnt jetzt der wohlverdiente Jahresurlaub. Im Vorfeld heißt es: die Koffer packen, das Auto reisetauglich machen und Nachbarn oder Freunde mit der Pflanzenpflege betrauen. Wer vor der Abreise außerdem auch den Stromzähler in die Ferien schickt, schont nicht nur die Umwelt, sondern kann zudem die Haushaltskasse entlasten. Denn schon mit wenigen Handgriffen lassen sich die Energiekosten während der Abwesenheit deutlich reduzieren.

Das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de zeigt, was genau Verbraucher tun können, damit der Stromzähler während der Urlaubszeit nicht unnötig heiß läuft.

Zahlreiche Möglichkeiten, Stromkosten während der Urlaubszeit zu reduzieren „Ein Rundgang durch die eigenen vier Wände, vor der Abreise in die Ferien, deckt schnell viele kleine und oft versteckte Stromfresser auf“, erklärt Janine Pentzold von toptarif.de. „Werden diese vom Stromnetz getrennt, lassen sich während eines zweiwöchigen Urlaubs bis zu 35 Euro sparen, wer drei Wochen in die Ferien fährt, kann die Stromkosten sogar um mehr als 50 Euro reduzieren“, so Pentzold.

Stand-by, versteckten Stromfressern und nicht benötigten Geräten den Strom abdrehen Zu den größten Stromfressern in deutschen Haushalten zählen Geräte im Stand-by-Modus. Grundsätzlich gilt: So lange an Geräten wie Fernseher, DVD-Player und Stereoanlage noch ein Lämpchen leuchtet, verbrauchen diese auch Energie. Deshalb sollten Geräte mit Stand-by-Funktion bei Nichtbenutzung am besten vollständig von der Stromversorgung getrennt werden – entweder indem der Stecker gezogen wird oder schaltbare Verteilerdosen eingesetzt werden. Das gilt übrigens nicht nur für die Urlaubszeit, sondern das ganze Jahr über. In einem zwei- beziehungsweise dreiwöchigen Urlaub können allein damit 5 bis 8 Euro gespart werden. Die Trennung vom Stromnetz reduziert dabei nicht nur den Energieverbrauch, sondern schützt die Geräte zudem vor einer Überspannung bei einem möglichen Blitzschlag.

Vor der Abreise in den Urlaub sollten zudem weitere versteckte Stromfresser wie Geräte mit Netzteil (z.B. Notebook), Ladegeräte (z.B. Handy) und Geräte mit Trafos (z.B. Deckenfluter), von der Stromversorgung getrennt werden. Denn diese verbrauchen permanent – auch bei Nichtbenutzung – Energie. Das Ziehen des Steckers spart hier bei einem angenommenen Dauerverbrauch von 50 Watt rund 4 bis 6 Euro.

Wer zudem nicht benötigte elektrische Geräte wie den mittlerweile in fast jedem Haushalt vorhandenen WLAN-Router, den Radiowecker oder die nicht handbetriebene Zahnbürste abschaltet, entlastet die Stromrechnung während des Urlaubs um weitere 2 bis 3 Euro.

Hohes Sparpotenzial bei Warmwasseraufbereitung, aber auch bei Kühl- und Gefriergeräten
Und auch Kühl- beziehungsweise Gefriergeräte freuen sich im Sommer über eine Verschnaufpause, denn gerade aufgrund der höheren Umgebungstemperaturen verbrauchen diese noch mehr Energie als in kühleren Jahreszeiten. Ältere Kühlschränke, ohne die sogenannte No-Frost-Technik, müssen ohnehin mehrmals im Jahr abgetaut werden – der Sommerurlaub bietet hierfür eine gute Gelegenheit. Nach dem Abtauen sollte der Kühlschrank leer bleiben und vom Stromnetz getrennt werden. Das spart bei einem angenommenen Jahresverbrauch von 350 kWh zwischen 3 und 5 Euro in der Urlaubszeit. Selbiges gilt auch für neuere Geräte, bei denen das Abtauen überflüssig ist. Wichtig: Die Tür des Gerätes offen lassen, da sonst Schimmelbildung droht.

Ist eine separate Gefriertruhe vorhanden, sollte auch diese abgetaut und vom Stromnetz genommen werden – das spart während des Urlaubs weitere 2 bis 4 Euro ein. Zusätzlicher Vorteil: Von der isolierenden Eisschicht befreit, arbeiten die Geräte bei Wiederinbetriebnahme nach den Ferien mit einem geringeren Stromverbrauch weiter.

Besonders viel sparen können Haushalte mit elektrischer Warmwasseraufbereitung. Wird der Boiler für die Dauer von zwei oder drei Urlaubswochen komplett abgestellt, spart das in einem durchschnittlichen, vierköpfigen Musterhaushalt zwischen 17 und 26 Euro. Tipp: Nach der Abwesenheit den Boiler einmalig auf mindestens 65 Grad erwärmen, das tötet eventuell entstandene Legionellen ab.

„Schauen Verbraucher nur auf die Ersparnis bei einzelnen Geräten, kommen oft nur wenige Watt zusammen“, erläutert Janine Pentzold von toptarif.de. Werden jedoch die Verbräuche sämtlicher Geräte aufsummiert, fällt die Bilanz schon deutlich höher aus. „So kann der Stromverbrauch durch konsequentes Steckerziehen bei einem dreiwöchigen Urlaub um mehr als 200 Kilowattstunden reduziert werden, während man selbst in der Sonne liegt. Und die nächste Urlaubskasse freut sich über ein Plus von circa 50 Euro.“

(EnergieAgentur.NRW )


 


 

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