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Fragen und Antworten

Urlaub und Entgeltfortzahlung für Mini - Jobber

Urlaub, Urlaubsanspruch, Entgeldfortzahlung, Vergütung, hier die Regelungen für Mini - Jobber:

1. Frage:
Hat ein Mini-Jobber einen Anspruch auf Urlaub und Entgeltfortzahlung?

Ja! Der Begriff des Mini-Jobs bis 400 € im Monat hat Bedeutung für das Sozialversicherungsrecht und das Steuerrecht. Arbeitsrechtlich sind die Arbeitnehmer
in diesen Mini-Jobs jedoch wie andere Teilzeitbeschäftigte zu behandeln. Sie haben insbesondere auch Ansprüche auf die Gewährung von Urlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und an Feiertagen.

2. Frage:
Hat ein Mini-Jobber den gleichen Urlaubsanspruch wie ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer?

Das Bundesurlaubsgesetz, das den Mindesturlaub regelt, gewährt teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmern - also auch Mini-Jobbern - Urlaubsansprüche unter den gleichen Voraussetzungen und im gleichen Umfang wie vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern. Teilzeitbeschäftigte, die an allen Arbeitstagen mit
gleichmäßig verkürzter Arbeitszeit beschäftigt sind (z. B. Halbtagstätigkeit von Montag bis Freitag), haben deshalb ebenso viele Urlaubstage wie vollzeitbeschäftigte
Arbeitnehmer. Bei Arbeitnehmern die regelmäßig an weniger Arbeitstagen einer Woche, als ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer beschäftigt sind, ist der Urlaub
wie folgt zu berechnen:

Gesamturlaubsdauer eines vollzeitbeschäftigten AN geteilt durch
Zahl der Arbeitstage pro Woche x Arbeitstage pro Woche des teilzeitbeschäftigten AN Beispiel: 20 Urlaubstage ./. 5 Arbeitstage = 4 x 3 Arbeitstage = 12 Tage Urlaub

3. Frage:
In welcher Höhe muss ich die Vergütung bei Krankheit oder an Feiertagen fortzahlen?

a) Feiertage
Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem
Lohnausfallprinzip. Der Arbeitnehmer hat Anspruch
auf die Vergütung, einschließlich aller Bestandteile,
die er erhalten hätte, wenn er gearbeitet hätte. Er
erhält somit 100 % des Bruttoarbeitsentgeltes.
Hätte der teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer (Mini-
Jobber) an dem Feiertag ohnehin nicht gearbeitet,
besteht kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung für
diesen Tag.

b) Krankheit
Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung ist der aufrechterhaltende Vergütungsanspruch.
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf die Vergütung, die der Arbeitnehmer ohne die Arbeitsunfähigkeit erhalten hätte. Die Höhe der Entgeltfortzahlung beträgt 100 % des dem Arbeitnehmer bei der für ihn maßgebenden regelmäßigen Arbeitszeit zustehenden Arbeitsentgelts.

Das heißt konkret:
- Grundbezüge (+);
- Zulagen für Nacht-, Sonntags- oder Feiertagsarbeit, für Gefahren oder Erschwernisse (+), soweit sie bei der Arbeit angefallen wären;
- Überstundenvergütung i. d. R. (-);
- vermögenswirksame Leistungen (+);
- Aufwendungsersatz (-).

(Christian Bernhard, IHK Lahn-D)


 


 

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