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Gasmarkt

Verbraucher haben die Wahl zwischen 41 Gasanbietern

Der Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt hat auch in diesem Jahr weiter stark zulegen können. Nach einer aktuellen Marktanalyse des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de hat sich die Auswahl für Haushaltskunden seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt.

Insgesamt ist die Wettbewerbsdichte derzeit aber nach wie vor nur knapp halb so hoch wie die des Strommarktes.

„Aktuell haben Verbraucher in Deutschland die Wahl zwischen durchschnittlich 41 Gasanbietern“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. „Vor zwölf Monaten lag die Zahl verfügbarer Wettbewerber hingegen bei lediglich 19. Im Vergleich zum Jahresende 2008, als Privatkunden zwischen sechs Versorgern wählen konnten, hat sich die Wettbewerbsdichte am Markt sogar fast versiebenfacht.“

Die momentan größte Auswahl haben Haushalte im Südwesten Baden-Württembergs mit über 60 verfügbaren Anbietern. Auch in Hamburg sowie Teilen Schleswig-Holsteins, Sachsens und Thüringens ist die Wettbewerbsdichte überdurchschnittlich hoch. Deutlich weniger Möglichkeiten für Verbraucher gibt es hingegen nach wie vor in weiten Teilen Niedersachsens und Nordrhein-Westfalens, wo in zahlreichen Städten und Gemeinden weniger als 30 Unternehmen am Markt agieren.

Neben reinen Neuanbietern agieren immer mehr lokale Stadtwerke und Versorger auf den überregionalen Märkten bzw. erweitern ihre Liefergebiete. Auch gibt es zunehmend Stadtwerke, die im Verbund überregionale Marken an den Markt gebracht haben. „Zudem lässt sich der Trend beobachten, dass Unternehmen parallel in den Strom- und Gasvertrieb einsteigen“, so Dodt. „In der Vergangenheit starteten viele neue Anbieter zuerst auf dem Strommarkt und wurden erst später auf dem Gasmarkt aktiv.“ 

Begünstigst und getragen wird der zunehmende Wettbewerb von verbesserten Eintritts- und Rahmenbedingungen am Gasmarkt. So haben laut Bundesnetzagentur u.a. die Halbierung der zwölf Marktgebiete (Regelzonen) auf sechs im vergangenen Jahr sowie die Neuregelung von Bilanzierungsmethoden zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wettbewerbsbedingungen geführt. Trotz aller Dynamik ist die Wettbewerbsdichte auf dem Gasmarkt aber weiterhin deutlich geringer als auf dem Strommarkt, wo Kunden zwischen durchschnittlich mehr als 90 Anbietern wählen können. 

Wettbewerber im Mittel fast 28 Prozent günstiger

Von der steigenden Angebotsvielfalt beim Gas können Verbraucher derzeit in erheblichem Maße finanziell profitieren. In diesem Zusammenhang haben die Experten von toptarif.de die aktuellen Gaspreise und Einsparpotenziale in den 100 größten deutschen Städten ermittelt. Demnach werden für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas in den günstigsten Wahltarifen der örtlichen Grundversorger 1.239 Euro fällig. Bei den preiswertesten Wettbewerbern liegen die Kosten – ohne Berücksichtigung von Vorauskasse-Modellen – hingegen bei nur 895 Euro, also durchschnittlich 344 Euro darunter.

Für viele Verbraucher liegt das mögliche Sparpotenzial aber noch höher. Nach Erhebungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden noch immer drei von vier Haushalten mit Gasbezug in den teuren Tarifen der gesetzlichen Grundversorgung beliefert. Diese sind im Vergleich der Großstädte noch einmal rund 150 Euro teurer, wodurch die Einsparmöglichkeiten bei einem erstmaligen Versorgerwechsel auf fast 500 Euro ansteigen. 

(toptarif.de)


 


 

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