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Verkauf von insolventer Rosenthal an Sambonet steht unmittelbar bevor

Der Verkauf des insolventen Porzellanherstellers Rosenthal steht unmittelbar bevor. Auch die Gläubigerversammlung habe dem zugestimmt, teilte Insolvenzverwalter Volker Böhm am Mittwoch am Hauptsitz im oberfränkischen Selb mit.

Neuer Eigentümer soll der italienische Besteckhersteller Sambonet werden. Derzeit verhandle das Unternehmen mit verschiedenen Banken um die Finanzierung, sagte Böhm. «Sobald in den Bankengesprächen eine Einigung erzielt wurde, kann der Kaufvertrag unterschrieben werden.» Böhm hofft auf eine schnelle Entscheidung, weil der Kaufpreis bis Ende Juli gezahlt sein muss. Ansonsten ist der Insolvenzverwalter
gezwungen, den Rosenthal-Hauptgläubiger Bank of America auszuzahlen, da diese die Rosenthal-Markenrechte als Sicherheit hält.

In der Gläubigerversammlung sind alle Rosenthal-Gläubiger vertreten, darunter Banken, Lieferanten und Finanzbehörden ebenso wie Mitarbeiter, Sozialkassen und Vermieter. Insgesamt haben über 1250 Gläubiger Forderungen angemeldet mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro.

Derzeit sind nach Unternehmensangaben bei Rosenthal noch knapp 1000 der ursprünglich 1300 Mitarbeiter übrig. Rosenthal hatte am 9.Januar beim Amtsgericht Hof den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Das 1879 gegründete oberfränkische Unternehmen war illiquide geworden, nachdem die irisch-britische
Mehrheitsaktionärin Waterford Wedgewood zahlungsunfähig geworden war und am 5. Januar selbst ein Insolvenzverfahren eingeleitet hatte.

(Redaktion)


 


 

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