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Apotheken im Test

11 von 50 „mangelhaft“ – 8 davon Versandapotheken

Von 50 getesteten Apotheken sind elf „mangelhaft“, darunter acht Versandapotheken. Nur sieben sind „gut“, darunter kein einziger Versender.

Insgesamt haben die Versandapotheken deutlich schlechter abgeschnitten als beim letzten Test (10/2007), die Vor-Ort-Apotheken (7/2008) schneiden hingegen besser ab. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift test die Beratung, den Service und die Preise von 23 Versandapotheken und 27 Vor-Ort-Apotheken in Berlin, Essen, Nürnberg und Augsburg getestet hat.

Die Vor-Ort-Apotheken gehören alle zu bundesweit agierenden Apothekenkooperationen, wie z.B. meine apotheke, und verbinden damit besondere Qualitätsansprüche.

Jede Apotheke wurde von geschulten Testern insgesamt siebenmal persönlich aufgesucht bzw. per Brief oder Telefon kontaktiert. Dabei informierten Fachkräfte häufig falsch über Arzneimittel. Oft erkannten sie die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten nicht – trotz einfacher Problemstellung und gezielter Nachfrage der Testkunden. Beim Kauf eines fiebersenkenden Mittels für ein dreijähriges Mädchen interessierte häufig nicht einmal die Höhe des Fiebers, und vielfach fehlte der Rat, unter bestimmten Umständen den Arzt aufzusuchen. Außerdem halten sich einige Apotheken nicht an die Pflicht, Rezepturen herzustellen.

Besonders die Versandapotheken enttäuschten. Es gab keinen einzigen „guten“ Versender, nur viermal vergaben die Tester ein „Befriedigend“, dafür elfmal ein „Ausreichend“ und achtmal sogar das Urteil „mangelhaft“. Testsieger ist die Apotheke am Westbahnhof in Essen. Sechs weitere Vor-Ort-Apotheken schnitten „gut“ ab, darunter zwei in Nürnberg und vier in Berlin. Die Vor-Ort-Apotheken bieten zunehmend auch Preisvorteile beim Medikamentenkauf, das gilt besonders für easy- und farma-plus-Apotheken.

Beratung

  • Nachfragen. Aktive Kunden werden besser beraten. Fragen Sie also gezielt nach. Etwa nach Wechselwirkungen zwischen Medikamenten. Haken Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen.
  • Hotline. Auch Versandapotheken sind zur Beratung über Medikamente verpflichtet. Hinweise zur Beratungshotline finden Sie auf der Internetseite – manchmal sind diese Informationen auf der Webseite aber etwas versteckt: Kunden müssen sich erst durchklicken.

Preise

  • Preisvergleich. Vergleichen Sie bei rezeptfreien Medikamenten Preise verschiedener Vor-Ort- und Versandapotheken.
  • Preissuchmaschinen. Die günstigsten Versandapotheken für das gesuchte Medikament finden Sie mit speziellen Suchmaschinen wie www.medipreis.de oder www.medizinfuchs.de.
  • Versandkosten. Achten Sie auf die Höhe der Versandkosten für rezeptfreie Mittel. Rezeptpflichtige Arzneimittel liefern die Versandapotheken meist versandkostenfrei aus.
  • Sonderangebote. In vielen Apotheken vor Ort gibt es monatlich wechselnde Sonderangebote und auch Schaufensteraktionen, Werbezettel, Plakataufsteller, Kataloge von Apothekenkooperationen.
  • Rabatt. Rezeptpflichtige Arzneimittel sind in Deutschland preisgebunden, auch in Versandapotheken. Versandapotheken im europäischen Ausland gewähren hingegen meist Rabatte .

Bestellung

  • Rezepte. Schicken Sie bei einem rezeptpflichtigen Medikament das Originalrezept per Post an die Versandapotheke. Sie darf das rezeptpflichtige Medikamente nicht ohne Originalrezept abgeben. Deutsche Versandapotheken rechnen Rezepte direkt mit der Krankenkasse ab. Auch einige ausländische Versandapotheken haben Einzelverträge mit deutschen Kassen. Sie zahlen dann nur den Zuzahlungsbetrag.
  • Illegal. Wer verschreibungspflichtige Medikamente – wie etwa Viagra – ohne Rezept verschickt oder dem Kunden anbietet, ein Rezept zu „besorgen“, handelt illegal.
  • Seriös. Nutzen sie nur Versandapotheken, die auf ihrer Internetseite ein Impressum mit Adresse, Telefonnummer, dem Namen des verantwortlichen Apothekers und der zuständigen Apothekerkammer veröffentlichen.
  • Fälschungen. Nur bei Versendern mit Sitz in Deutschland, der Schweiz oder EU-Staaten, deren Rechte den deutschen Vorschriften entsprechen, sind die Qualität der Medikamente und die Lieferung sicher. Bei anonymen Anbietern oder Händlern aus Übersee und Fernost ist das Risiko von Medikamentenfälschungen und Missbrauch hoch.
  • Sicherheit. Ordern Sie im Internet nur bei Versandapotheken mit einer verschlüsselten Verbindung (SSL-Verfahren. Sie erkennen das am „https“ in der Adresszeile des Browsers). Meist sind auch Bestellungen per Post, Telefon oder Fax möglich.
  • Auslieferung. Sie haben das Recht, Namen bestimmter Personen oder eines Personenkreises anzugeben, an die das Medikament ausgeliefert werden soll. Die Sendung darf dann nur dem Besteller oder diesen Personen ausgehändigt werden.

(Stiftung Warentest)


 


 

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