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Arbeitsniederlegungen

Pilotenstreik führt zu Flugausfällen und Verspätungen

Durch einen Pilotenstreik bei den Fluggesellschaften Germania und Tuifly ist es am Mittwoch zu leichten Verspätungen und einigen Flugausfällen gekommen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte ihre Mitglieder in den beiden Airlines zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Während die Aktion bei Tuifly gegen 8.00 Uhr nach drei Stunden beendet war, sollte der Ausstand bei Germania noch bis 18.00 Uhr andauern.

Bei Tuifly kam es infolge des Ausstands einer Sprecherin zufolge in insgesamt elf Fällen zu Verspätungen. Davon seien rund 2000 Passagiere an den Flughäfen Frankfurt am Main, Stuttgart, München, Köln und Berlin-Tegel betroffen gewesen. Im Tagesverlauf könne es noch zu weiteren Verzögerungen kommen. Bei Germania traten dem Unternehmen zufolge lediglich drei Piloten in den Ausstand. Die Fluggesellschaft rechne damit, dass die Mehrzahl der Flüge planmäßig sei, hieß es weiter. Fluggästen werde dennoch empfohlen, rechtzeitig am Flughafen zu erscheinen und sich anderweitig über die aktuelle Lage zu informieren.

Air Berlin von Ausstand betroffen

Die größten Auswirkungen des Ausstands bekam offenbar Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin zu spüren, die Maschinen von Tuifly und Germania für sich fliegen lässt. Insgesamt seien sechs Flüge ausgefallen, sagte ein Sprecherin. Betroffen waren die Verbindungen Mailand-Stuttgart, Hamburg-München und Köln-München. Darüber hinaus hätten zwölf Maschinen Verspätungen gehabt. Bis zum Mittag sollte der Flugbetrieb wieder normal laufen.

Zum Auftakt hatte ein VC-Sprecher gesagt, er rechne damit, dass sich alle Piloten der beiden Gesellschaften an dem Streik beteiligen werden. Nähere Angaben über die Streikbeteiligung und die Auswirkungen könne die Gewerkschaft frühestens am Mittag machen, hieß es am Vormittag.

Bei Tuifly waren die Verhandlungen über einen Manteltarifvertrag Ende November gescheitert. Tuifly erklärte, die "nach langen und intensiven Gesprächen die von der Gewerkschaft geforderte Lösungsbereitschaft gezeigt" zu haben. Am 14. Dezember stehe die nächste Verhandlungsrunde an. Angesichts dessen habe das Unternehmen kein Verständnis für den Warnstreik. Zugleich betonte Tuifly, dass die VC-Forderungen im Bereich der Arbeitszeit nicht akzeptabel seien. Die Umsetzung aller Forderungen würde die Personalkosten bei den Piloten um ein Fünftel steigen lassen.

Bei Germania will die VC per Tarifvertrag eine Personalvertretung durchsetzen. Die Pilotengewerkschaft hatte nach eigenen Angaben im Frühjahr eine Wahl zur Bildung einer Tarifkommission organisiert. Kurz darauf wurden die sechs gewählten Tarifkommissionsmitglieder fristlos entlassen. Die Fluggesellschaft unterlag in den jeweiligen gerichtlichen Auseinandersetzungen und musste die Piloten wieder einstellen.

(dapd-bay Anna Ringle-Brändli)


 


 

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