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Prognose-Börse „Wahlstreet“

Virtuelle Wahlbörse zur Bundestagswahl 2009

Die Prognose-Börse „Wahlstreet“ (www.wahlstreet.de) ist wieder online: Bis zur Bundestagswahl 2009 am 27. September werden an der virtuellen Wahlbörse des Instituts für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München Aktien der Parteien gehandelt, die bei der Bundestagswahl antreten. Die Prognosebörse wird im Rahmen eines Forschungsprojekts zur politischen Einstellungs- und Meinungsforschung durchgeführt.

Ziel der Wahlstreet ist, eine möglichst genaue Prognose über den Ausgang der Bundestagswahl zu liefern. Dabei setzt jeder Teilnehmer ein Startkapital von 5 bis maximal 50 Euro ein und kann mit diesem Einsatz Aktien der Parteien handeln. Die Börse selbst ist gebührenfrei, teilnehmen kann jeder Interessierte ab 18 Jahren.

Das Prinzip von Wahlbörsen beruht auf der Einsicht, dass Märkte zu jeder Zeit eine optimale Zusammenfassung vorhandener Informationen liefern und daher als bestes Prognoseinstrument anzusehen sind. Dieses Prinzip nutzt auch die Wahlstreet: Die Teilnehmer handeln die Aktien gemäß ihrer Erwartungen zum Ausgang der Wahl. Nach dem Wahltag am 27. September werden entsprechend dem tatsächlichen Ergebnis die Einsätze aller Teilnehmer wieder gemäß ihrem Depotbestand ausgeschüttet. Da sich die Ausschüttungen am tatsächlichen Wahlergebnis orientieren, besteht ein Anreiz für die Händler, ihr eingesetztes Geld so zu investieren, dass ihr Depot möglichst genau dem Wahlausgang ähnelt. Egoistisches Verhalten führt demnach zu einem optimalen kollektiven Ergebnis in Form einer exakten Prognose des Wahlausgangs.

(LMU)


 


 

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