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Elementarschadenkampagne

Voraus denken - elementar versichern!

In jüngster Zeit verursachten wieder starke Unwetter in vielen Regionen Deutschland große Schäden. Viele Hauseigentümer haben durch Starkregen, Stürme, Blitze oder auch heftige Schneefälle bereits in den vergangenen Jahren große Schäden erlitten.

Folgende Ereignisse sind sicherlich noch gut in Erinnerung: Heftige Schneefälle im Süden Bayerns, die auch die Eissporthalle in Bad Reichenhall zum Einsturz brachten, führten im Winter 2006 zu einem Schadenaufwand von bis zu 100 Millionen Euro. Im Juni 2006 verursachte ein Hagelereignis im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen Sachschäden von 225 Millionen Euro. Im Januar 2007 sorgte der Sturm „Kyrill“, dem kräftigsten Sturm der vergangenen 30 Jahre, für Schäden von insgesamt 2,23 Milliarden Euro. Im März des vergangenen Jahres brachte der Sturm „Emma“ Schäden von einer halben Milliarde Euro mit sich. Und künftig rechnen Fachleute als Folge des Klimawandels mit noch mehr Unwettern.

Stürme, Starkregen oder Hochwasser sind Naturereignisse, die seit jeher die Erde prägen. Aber erst die schädlichen Wirkungen für die Zivilisation machen aus dem Naturereignis eine Naturgefahr oder sogar eine Naturkatastrophe.

Klimaforscher warnen davor, dass durch den Klimawandel extreme Wettersituationen zunehmen werden. In den letzten 75 Jahren stieg die mittlere Jahrestemperatur in Bayern bereits um ein Grad Celsius an. Bis zum Jahr 2050 muss mit einer weiteren Erhöhung um über ein Grad Celsius gerechnet werden. Eine Folge dieser Erwärmung sind vermehrte Unwetter mit intensiven Niederschlägen und Überschwemmungen. In den Alpen und anderen Gebirgsregionen werden sogenannte Georisiken wie Hangrutschungen oder Murgänge zunehmen.

Jahr für Jahr entstehen durch diese Naturkatastrophen Millionenschäden. Dennoch haben viele Haus- und Wohnungsbesitzer und Mieter in Bayern und in ganz Deutschland noch keine ausreichende Vorsorge getroffen, obwohl man sein Haus, seine Wohnung und auch seinen Hausrat gegen Schäden aus Naturgefahren (die sogenannten Elementarschäden) versichern kann. Wegen der Zunahme extremer Unwetter wird es immer wichtiger, sich vor deren Folgen finanziell zu schützen. Und das auch dann, wenn auf den ersten Blick keine Gefahr zu drohen scheint, weil das eigene Haus etwa weit entfernt von Überschwemmungsgebieten oder Flüssen liegt.

Von 612 Schadenereignissen waren rund 70 % durch Stürme und Unwetter, 20 % durch Überschwemmungen, 7 % durch Brände, Dürren oder Frost und 3 % durch Erdbeben verursacht. Nur 17 % der Schäden bei Überschwemmungen waren versichert, bei Stürmen und Hagel immerhin 57 %.

In einer breit angelegten und vom GDV begleiteten Öffentlichkeitskampagne möchte die Bayerische Staatsregierung Bürger und Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass in Bayern nur diejenigen Risiken mit staatlichen Geldern im Schadenfall unterstützt werden, die keinen Elementarversicherungsschutz erhalten können. Erste Erfolge dieser Kampagne sind bereits erkennbar, immer mehr Menschen in Bayern versichern sich gegen Elementarschäden. Vor dem Hintergrund des erheblichen Schadenpotenzials ist aber die Ausweitung des Versicherungsschutzes nicht nur in Bayern, sondern auch in allen anderen Bundesländern notwendig.

(Redaktion)


 


 

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