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Kommentar zur "Reichensteuer"

"Was der Staat jetzt nimmt, fehlt bei der Krisenbewältigung"

DIHK-Steuerexperte Kühn in der "Berliner Zeitung": Gegen die von der SPD vorgeschlagene Erhöhung der so genannten Reichensteuer hat sich Alfons Kühn gewandt, Steuerexperte des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Eine solche Maßnahme solle lediglich "Neidreflexe bedienen", sagte Kühn der "Berliner Zeitung". Falls der Staat Besserverdienende vermehrt zur Kasse bitte, treffe das gerade mittelständische Unternehmen.

Diese stünden jedoch für einen Großteil der Arbeits- und Ausbildungsplätze in Deutschland. "Was der Staat ihnen jetzt nimmt, fehlt bei der Bewältigung der Krise und dem Erhalt von Arbeitsplätzen", warnte der DIHK-Steuerexperte.

Trotz des engen Spielsraums angesichts der erwarteten Steuerausfälle sieht Kühn "erheblichen Verbesserungsbedarf, zum Beispiel in Richtung Steuervereinfachung und Glättung der Steuerprogression". Das dürfe man nicht auf Dauer ausblenden. Daher böten sich Reformen in mehreren Stufen an.

Auch die Unternehmensteuerreform müsse in Teilen auf den Prüfstand. "Die Senkung der Steuersätze wurde mit der Besteuerung von Kosten der Unternehmen, wie Mieten oder Zinsen erkauft", kritisierte Kühn. "In der Krise erweist sich gerade dies als Fehlgriff. Wer keinen Gewinn macht, kann keine Steuern zahlen."

(Redaktion)


 


 

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