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„SLIM BELLY”: Irreführende Werbung eines Fitnessstudios

Einem Fitnessstudio in Braunschweig wurde durch das Landgericht Braunschweig (Az: 22 O 514/10) nach einem Antrag eines Wettbewerbsverbandes untersagt, in der Tageszeitung und im Internet mit dem Trainingsgürtel „SLIM BELLY” zu werben. Die Werbung sei irreführend, weil sie mit ihren plakativen Aussagen wie „Tschüss Bauch, „8,6 cm weniger Bauchumfang in nur vier Wochen!” und „Der Bauchkiller” dem angesprochenen Verbraucher den Eindruck vermittele, dass durch diese Trainingsmethode in kürzester Zeit eine erhebliche Reduzierung des Bauchumfangs erzielt werden könne.

Der Verbraucher wird allerdings nicht konkret darüber informiert, dass zeitgleich auch ein Ausdauertraining notwendig ist. Auch werde der Eindruck, dass es sich um eine sichere Trainingsmethode handele dadurch verstärkt, dass nach dem Inhalt der Anzeige die Reduzierung von 8,6 cm Bauchumfang das durchschnittliche Ergebnis einer Studie mit 122 Teilnehmern gewesen sei. Auch im Internet wurde die Werbewirkung durch sog. „Vorher-Nachher-Abbildungen” über Reduzierungen des Bauchumfangs zwischen 11,5 und 13,5 cm verstärkt.

Da die Beklagte auch nicht glaubhaft machen konnte, dass die von ihr beworbenen Wirkungen tatsächlich eintreten würden, handelte es sich bei diesen konkreten Äußerungen um irreführende Angaben. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig.

Quelle: Pressemitteilung des LG Braunschweig vom 02.06.2010

(Christian Solmecke)


 


 

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