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Winter in Bayern

Zahlreiche Unfälle auf schneebedeckten Fahrbahnen fordern erste Opfer

Dichter Schneefall und rutschige Fahrbahnen haben am Montag auf Bayerns Straßen zu zahlreichen Verkehrsunfällen geführt. Dabei starb ein Mann bei einem Frontalzusammenstoß, 18 weitere Menschen wurden verletzt. Auf zahlreichen Autobahnen in Bayern kam es zu Verkehrsbehinderungen.

Auf der Bundesstraße 289 bei Münchberg im oberfränkischen Landkreis Hof geriet nach Angaben der Polizei am Montagmorgen ein zwölf Tonnen schwerer Lastwagen bei Schneeglätte in den Gegenverkehr und prallte dort frontal in den Pkw eines 54-jährigen Mannes. Dieser wurde in seinem Auto eingeklemmt und starb noch vor Ort. Seine 47-jährige Ehefrau auf dem Beifahrersitz wurde nur leicht verletzt, der 51-jährige Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

Zwei Schwer- und drei Leichtverletzte sind die Bilanz eines Autounfalls in der Nacht zu Montag auf der Autobahn 94 im oberbayerischen Anzing: Laut Autobahnpolizei Hohenbrunn hatte ein 59-Jähriger bei starkem Schneefall einen Lkw überholt, der auf der rechten Fahrbahn fuhr, dann jedoch die Kontrolle über seinen Pkw verloren und war gegen die Mittelleitplanke geprallt.

Er wurde auf die Fahrbahn zurück geschleudert, wo er mit einem Pkw zusammenstieß, in dem eine vierköpfige Familie saß. Bei dem Unfall wurde die Mutter in dem Pkw sowie der 59-Jährige schwer verletzt. Der 39-jährige Ehemann der Frau und die beiden Söhne im Alter von 6 und 14 Jahren kamen mit leichten Verletzungen davon.

Zu schnell in die Leitplanke

Blechschäden sind bei am Sonntagabend und Montagmorgen bei Verkehrsunfällen auf der A 3 im Landkreis Passau entstanden: In allen drei Fällen waren die Autofahrer laut Polizei bei winterlichen Straßenverhältnissen zu schnell unterwegs und prallten gegen Leitplanken.

In der Oberpfalz gab es bis Mitternacht bei starkem Schneefall und Schneeverwehungen laut Polizei 70 Verkehrsunfälle mit acht Leichtverletzten. Aus dem unterfränkischen Schweinfurt-Werneck meldete die Polizei 17 Verkehrsunfälle auf den Autobahnen 7, 70 und 71 mit drei Verletzten. Hauptgründe für die Unfälle waren nicht an das Wetter angepasste Geschwindigkeit und schlechte Bereifung.

Der Bahn machten im Allgäu heftige Schneeverwehungen zu schaffen. Durch den wiederholten Einsatz eines Schneepfluges und Sonderfahrten konnten zwar die Strecken frei gehalten werden, wie die Bahn mitteilte. Allerdings musste bei den Regionalzügen die Neigetechnik wegen Vereisung ausgeschaltet werden, was zu Verspätungen von zehn bis zu 15 Minuten führte.

Keine Auswirkungen hatte das kräftige Winterintermezzo auf den Flugverkehr: Weder in München noch in Nürnberg gab es witterungsbedingte Probleme im Flugbetrieb.

Rollstuhlfahrer bleibt im Tiefschnee stecken

In eine missliche Situation brachte der Tiefschnee dagegen einen im Elektro-Rollstuhl sitzenden Rentner im schwäbischen Neu-Ulm: Der 82-Jährige hatte am Sonntag seine Frau im Altersheim besucht und wurde nach Einbruch der Dunkelheit auf der Heimfahrt komplett eingeschneit. Er kam immer schwieriger voran und blieb schließlich auf einem Parkplatz im Tiefschnee stecken. Ein 23-Jähriger und eine Frau bemerkten den hilflosen Rentner und riefen die Polizei. In einem für Rollstuhltransporte ausgerüsteten Taxi wurde der 82-Jährige schließlich nach Hause gefahren.

(dapd-bay)


 


 

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