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Winterwetter

Verkehrschaos auf Bayern Straßen - Hunderte Unfälle und Dutzende Verletzte

Schneefälle haben gestern in ganz Bayern zu Hunderten Unfällen und kilometerlangen Staus geführt. Allein am Donnerstagnachmittag zählte die Polizei in der Oberpfalz 75 Verkehrsunfälle mit fünf Verletzten, wie ein Sprecher sagte. Die Münchner S-Bahn meldete Witterungsbedingte Verspätungen von 20 Minuten im gesamten Netz.

Die Winterdienste im Freistaat waren im Dauereinsatz. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren in weiten Teilen des Freistaats in der Nacht zum Donnerstag 10 bis 20 Zentimeter Schnee gefallen.

Auf der A 8 rutschte nahe dem schwäbischen Zusmarshausen auf schneeglatter Straße ein Reisebus auf einen Lastwagen. Ein Insasse des Busses wurde dabei verletzt. Die Autobahn war für mehrere Stunden in Richtung München voll gesperrt, es kam zu einem kilometerlangen Stau. Am Nachmittag registrierte die Polizei ein erhöhtes Unfallaufkommen. Auch in Niederbayern und Oberbayern zählte die Polizei am Nachmittag zahlreiche glättebedingte Verkehrsunfälle. Allein auf den Straßen im Norden Oberbayerns krachte es am Nachmittag und Abend 140 Mal.
Zahlreiche Unfälle im Berufsverkehr am Morgen

Zahlreiche Verkehrsunfälle ereigneten sich allerdings bereits in den frühen Morgenstunden und am Vormittag. In Niederbayern registrierte die Polizei am Vormittag fast 100 Unfälle, bei denen fünf Menschen Verletzungen erlitten. Bereits in der Nacht waren dort 19 Menschen verletzt worden. Meistens blieb es aber bei Blechschäden. Schon am Mittwoch war bei Miesbach ein 21-jähriger Autofahrer gestorben, weil er auf schneebedeckter Strecke ins Schleudern geriet und mit einem entgegenkommenden Lkw kollidierte.

Im Norden Oberbayerns kam es am Morgen zu rund 80 witterungsbedingten Unfällen. Dabei wurden 13 Menschen verletzt, zwei davon schwer. Betroffen waren vor allem Nebenstrecken und Stadtgebiete. Auf der Autobahn 99 zwischen der Anschlussstelle Hohenbrunn und dem Autobahnkreuz München Süd verlor eine 25-Jährige bei starkem Schneefall die Orientierung und wurde so zur Geisterfahrerin. Zu einer Kollision kam es aber nicht. Im Süden des Regierungsbezirks wurden bei 42 Unfällen acht Menschen verletzt. Bei Fridolfing stießen auf der Bundesstraße 20 zwei Lastwagen zusammen. Ein Fahrer wurde schwer, der andere leicht verletzt.

In der Oberpfalz krachte es zwischen 5.00 Uhr und 10.00 Uhr 67 Mal. Zwölf Menschen erlitten dabei leichte Verletzungen, meist blieb es aber bei Blechschäden. Auf der B 16 bei Köfering im Landkreis Regensburg überschlug sich ein Autofahrer mit seinem Wagen, nachdem er von der schneeglatten Fahrbahn abgekommen war. An der Abzweigung von der A 93 auf die A 3 blieben nach einem Unfall zahlreiche Lkw im Schnee stecken.

Pendler steigen auf öffentliche Verkehrsmittel um

Knapp 100 Unfälle registrierte die mittelfränkische Polizei von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen. Sechs Menschen wurden verletzt. Viele Pendler stiegen in der Metropolregion Nürnberg im Berufsverkehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel um. In Oberfranken wurden zwei Menschen bei Unfällen leicht verletzt, 60 Mal blieb es bei Blechschäden.

Bereits am Vormittag wurden in Schwaben bei zwei Unfällen auf der B 25 und der B 16 sechs Menschen verletzt, weil Autos in den Gegenverkehr gerieten und mit entgegenkommenden Fahrzeugen kollidierten. In Kötz stieß eine 47-Jährige mit einem Lastwagen zusammen und wurde in ihrem Auto eingeklemmt. Sie musste schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Insgesamt blieb es in dem Regierungsbezirk aber verhältnismäßig ruhig.

Auch in Unterfranken hielten sich die Auswirkungen des Wetters in Grenzen. Dort habe es keinen signifikanten Anstieg von Unfällen gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

(dapd-bay)


 


 

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