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Wild auf der Wiesn

Wirtin Trudi Renoldi serviert auf dem Oktoberfest Spezialitäten von Hirsch, Reh und Wildschwein

Zwischen Fahrgeschäften und Zuckerwatteständen tummelt sich auf dem Oktoberfest heuer eine Rotte ausgestopfter Wildschweine. Erstmals gibt es auf dem größten Volksfest der Welt in diesem Jahr ein eigenes Zelt für Wild-Spezialitäten. Die ausgestopften Schweine weisen den Weg in die "Wildstuben" gleich neben dem Traditionsfahrgeschäft Krinoline. Trudi Renoldi ist die Chefin in dem rustikalen Forsthaus.

Mit dem kulinarischen Angebot sind die Renoldis zwischen Hendln und Ochs vom Spieß auf der Wiesn regelrechte Exoten. "Wir haben erkannt, dass das eine Lücke ist", sagt Nina Renoldi. Ihre Mutter war aber doch etwas besorgt, ob die Wildspezialitäten beim Publikum ankommen. "Ich hatte auch ein bisschen Bedenken", gibt die 55-Jährige zu. Das erste Wiesn-Wochenende hat dem Konzept der Renoldis jedoch Recht gegeben. Besonders die Wildschmankerl-Platte ist der Renner, schwärmt Trudi Renoldi. Neben den Wildgerichten finden die Gäste auf der Karte jedoch auch bayerische Schmankerl wie Leberkäse und Tafelspitz.

Die Wiesn-Premiere ist das für die Familie allerdings nicht. Bereits seit 40 Jahren sind die Renoldis auf dem Oktoberfest vertreten, Nina Renoldi ist bereits die siebte Generation, die als Schausteller unterwegs ist. Früher waren sie mit einer Geisterbahn auf dem Oktoberfest, in diesem Jahr versuchen sich die Renoldis zum ersten Mal als Wiesn-Wirte.

Eigens dafür wurde das urige zweistöckige Holzhaus gebaut. "Wir reisen sonst mit einer anderen Almhütte durch Deutschland", erläutert Nina Renoldi. Für das Oktoberfest habe man ein noch schöneres Holzhaus geplant. Bereits 2008 begann die Familie mit den Planungen. Erst am Donnerstag vor dem Auftakt wurden die letzten Schrauben festgezogen. So gibt es zahlreiche Details wie geschnitzte Holzfiguren, Hopfengirlanden und Leuchter aus Hirschgeweihen. Der zweite Stock ist halboffen, über den Balkon schauen die Gäste zu den benachbarten Fahrgeschäften.

Mit rund 250 Sitzplätzen sind die Wildstuben deutlich kleiner als die großen Festhallen. Die Gaudi steht trotzdem nicht zurück. Insgesamt drei Bands spielen bis 4. Oktober in den Wildstuben. "Spontan gehen schon mal Leute auf die Bänke", sagt Renoldi und fügt hinzu, dass das Hinaufsteigen lediglich im Balkonbereich verboten sei.

(Redaktion)


 


 

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