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Wirtschaft 4.0

Internet greift zunehmend in klassische Produktionsabläufe hinein

In den nächsten vier bis fünf Jahren erwartet das Düsseldorfer IT-Beratungshaus Harvey Nash hohe Daten-Wachstumsraten vor allem bei der Kommunikation zwischen Maschinen in allen seinen Ausprägungen. Also die automatische Kommunikation zwischen Komponenten, weitestgehend ohne menschlichen Einfluss.

"Hier rollt also die nächste Welle von Datenvolumina auf das Netz zu, die dringend mit einer verbesserten Infrastruktur auffangen müssen. Das Problem ist die Kumulation der Datenmengen. Und da geht es auch um die letzte Meile der Netze, weil immer mehr der private Nutzer eingebunden wird. Das betrifft Angaben zum Energieverbrauch, die Vernetzung des kompletten Haushalts und dergleichen mehr. Hier brauchen wir dingend Lösungen. Ich nenne nur das Stichwort ‚Breitband auf der letzten Meile", erläuertert Harvey Nash-Chef Udo Nadolski im ichsagmal.com-Interview.

Alles, was unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ derzeit diskutiert werde, zeigt eindrucksvoll, wie weit das Internet in die klassische Industrie eindringt.

Konsequent in Breitbandausbau investieren

"Das Internet der Dinge oder der intelligenten Objekte ist schon lange keine Fiktion mehr. Derzeitig gibt es rund zehn Milliarden Verknüpfungen zischen Maschinen und Produkten. Bis 2020 liegen wir nach Prognosen von Cisco bei 50 Milliarden Gegenständen. Diesen anschwellenden Datenstrom werden wir nur bewältigen, wenn wir bereits jetzt konsequent in den Breitbandausbau investieren. Ansonsten können wir in Deutschland die Früchte unserer Grundlagenforschung und Innovationen der vierten industriellen Revolution nicht ernten. Fortschritt braucht die entsprechende Infrastruktur, damit er nicht abgewürgt wird", so der IT-Fachmann Nadolski.

Der frühere IBM-Cheftechnologe Gunter Dueck habe vollkommen recht, wenn er von der Notwendigkeitspricht einer „strukturkultivierenden Marktwirtschaft“ spricht. Der Staat müsse die Infrastrukturen auf die Zukunft ausrichten. Zu einem solchen Schritt würde sich aber niemand entschließen. Ein superschnelles Internet sei für die Wirtschaft und für die Transformation zur Wissensgesellschaft unabdingbar. „Dieselben Leute, die die 60 Milliarden für die Zukunft nicht geben wollen, argumentieren wie selbstverständlich, dass der entscheidende Anstoß zu Deutschlands Wirtschaftswunder der energische und kompromisslose Ausbau des Autobahnnetzes in den 1960er-Jahren war, der für Deutschland eine moderne Infrastruktur schuf.“

Auf dem nächsten IT-Gipfel der Bundesregierung müsse über dieses Thema dringend gesprochen werden, fordert Nadolski.

(Gunnar Sohn ne-na.de)


 


 

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