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  • 02.04.2013, 10:11 Uhr
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  • München/Pjöngjang
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YouTube:

Krieg der Worte - acht Millionen Abonnenten für Nordkoreas Propaganda-Kanal

Derzeit erschüttern die Drohungen des nordkoreanischen Regimes die Welt. Zuvor wusste zwar kaum jemand etwas über das Land nun umso mehr. Dafür setzt das diktatorische Regime immer mehr auf das Internet. Vor allem auf YouTube erfreuen sich die lancierten Drohgebärden eines immer breiter werdenden Publikums.

Der Kanal wurde bereits im Juli 2010 ins Leben gerufen, bekommt aber vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung eine besondere Brisanz. Von den bislang hochgeladenen 5.861 Videos handelt es sich bei dem Großteil um Beiträge, moderiert von einem Nachrichtensprecher. Doch der Ton der Videos ist in den vergangenen Wochen und Tagen deutlich schärfer und bedrohlicher geworden.

Der offizielle YouTube-Account läuft unter dem Namen "uriminzokkiri" und hat mittlerweile über acht Millionen Abonnenten.

Gezeigt werden historische Szenen aus dem Koreakrieg der 1950er-Jahre oder Machthaber Kim Jong Un, wie er sein Militär auf einen Angriff gegen Südkorea und die USA einschwört, mit denen er noch eine Rechnung begleichen wolle. Pjöngjang hat aktuell seine Raketeneinheiten in Alarmbereitschaft versetzt, nachdem die USA als traditioneller Verbündeter Südkoreas Tarnkappenbomber in die Region entsendet haben. Washington verlangt von Nordkorea bereits seit Jahren die Einstellung seines Atomprogramms, ohne Erfolg.

Tweets im Stundentakt

Seine Botschaften promotet das Regime nördlich des berüchtigten 38. Breitengrades auch via Twitter http://twitter.com/uriminzokkiri und verlinkt mithilfe des Kurznachrichtendienstes auf die Webseite. Dort werden regelmäßig Presseaussendungen mit propagandistischem Inhalt veröffentlicht.

Kim Jong Un kann sich über rund 13.000 Follower freuen. Er selbst hat Nordkoreas Kurs gegen den Westen deutlich radikalisiert. Dies zeigt nicht nur die Kriegsrhetorik, sondern auch die durchgeführten Raketentests nahe der Grenzen mit Südkorea. Eine militärische Auseinandersetzung zwischen Nordkorea und seinen "imperialistischen" Feinden ist seit Jahrzehnten nicht mehr so realistisch erschienen wie jetzt.

Quelle: Pressetext.com

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von berlin4000
04.04.13 14:50 Uhr
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