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Zins und Tilgung

BayernLB verklagt frühere Konzerntochter HGAA

Die Bayerische Landesbank hat ihre frühere österreichische Konzerntochter Hypo Group Alpe Adria (HGAA) verklagt. Grund sei die Ankündigung der HGAA, bis auf weiteres keine Zins- und Tilgungsleistungen mehr für einst gewährte Kredite in Höhe von rund 2,6 Milliarden Euro zu bezahlen.

Das erläuterte ein Sprecher der BayernLB am Donnerstagabend. Die vor drei Jahren an Österreich verkaufte HGAA behaupte, es habe sich bei den Geldern um Eigenkapitalzuschüsse und nicht um Kredite gehandelt.

Dieser plötzliche Sinneswandel sei nicht nachvollziehbar, teilte die BayernLB mit. Hintergrund sei womöglich der aktuelle zusätzliche Eigenmittelbedarf der HGAA.

Den Angaben zufolge hat die BayernLB Klage beim Landgericht München eingereicht, damit die Pflicht der HGAA zur vertragsgemäßen Zahlung von Zins und Tilgung unverzüglich festgestellt werde. Die Landesbank kündigte für Freitag (10.00 Uhr) eine Pressekonferenz an.

Zwischen Bayern und Österreich tobt seit Monaten ein Streit, ob die einst an die HGAA überwiesenen Milliarden an die Bayerische Landesbank zurückbezahlt werden müssen. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hatte bei einem Besuch im Herbst in Wien von seiner Amtskollegin Maria Fekter die Rückzahlung gefordert und gesagt: "I want my money back!" (Ich will mein Geld zurück).

Die BayernLB hatte die inzwischen notverstaatlichte Kärntner Bank im Jahr 2009 für einen symbolischen Euro an Österreich verkauft. Wien prüft derzeit eine Klage gegen den Freistaat Bayern. Die Landesbank habe den wahren Zustand der HGAA verschwiegen, so der Vorwurf. Die Frist für eine Klage läuft am Freitag ab.

(dapd-bay)


 


 

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