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Dispo-Zinsen

Selbständige fordern niedrigeren Zinssatz

Der Europaverband der Selbständigen – Deutschland (ESD) e.V. hat Bundesverbraucherministerin Aigner aufgefordert, die von ihr eingeleitete Untersuchung zum Verhalten der Banken bezüglich der überhöhten Dispo-Zinsen zu beschleunigen. Der ESD wünscht sich eine kurzfristige Entscheidung und ein regulierendes Eingreifen.

„Wer sein Konto ein ganzes Jahr konstant um 1.000 Euro überzieht, zahlt bei einem Dispo-Zins von 15,5 % rund 164 Euro. Für eine Anlage in gleicher Höhe und mit gleicher Laufzeit erhalten Sie mit Glück etwa 5 Euro Guthabenszins, obwohl die Kreditinstitute das Geld zu einem historisch niedrigen Zinssatz von nur 1,0 Prozent von der Europäischen Zentralbank leihen können. Das ist mehr als unanständig und kann durchaus als Wucher bezeichnet werden!“, so Kuni Ludwig Both, Präsident des Europaverbandes der Selbständigen – Deutschland.

„Man muss sich einmal vor Augen führen, dass die deutschen Geldinstitute mehr beim Dispo kassieren als die angeschlagenen Banken in den Krisenstaaten Griechenland und Portugal, die mit erheblichen Refinanzierungsproblemen zu kämpfen haben.“

„Nachdem die Banken nicht zur Einsicht gekommen sind, dass es nicht vertretbar ist, einseitig die Vorteile der erheblichen Zinssenkung der Zentralbank einzukassieren, fordern wir den Gesetzgeber nachdrücklich auf, kurzfristig regulierend in den Bankensektor einzugreifen und den Überziehungszins, im Sinne des Verbraucherschutzes auf maximal 5 % über dem Leitzinssatz festzuschreiben“, so Both.

(Quelle: ESD e.V.)


 


 

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