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  • 24.09.2012, 09:38 Uhr
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  • Münster
Bilanz "1 Aa"

Stimmung gut, Führungen ausgebucht

Die Organisatoren sind zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltungsreihe und betonen: "Münsteraner identifizieren sich mit ihrer Stadt".

Menschengruppen, die entlang der Aa auf Entdeckungstour gehen oder sich mit Gummistiefeln durchs Flussbett wagen, ein Hauch Pariser Flair beim Bouquinistenmarkt auf dem Aa-Seitenweg, interessierte Besucher beim Münster-Modell, Begeisterung über die msa-Ausstellung, kollektiv gezüchtete Tomaten in einem "paradiesischen" Gewächshaus und eine Aa, deren Rauschen plötzlich in der ganzen Innenstadt zu hören ist: Neun Tage lang hat die Veranstaltungsreihe "1 Aa - Münster im Fluss" mit 20 Projekten die Einwohner animiert, ihren kleinen Stadtfluss in den Fokus zu nehmen und Münster einmal als "Stadt am Fluss" zu erleben. Am Samstag, 22. September, ging das Flussfestival mit einem Fischessen an der Wiese hinter der Petrikirche zu Ende.

Neben dem gefühlt regen Interesse sprechen die Besucherzahlen für sich. Bereits vor Veranstaltungsbeginn waren die Führungen entlang der Aa und vor allem die Touren durch das Flussbett ausgebucht. Insgesamt 350 Gratistickets gingen dafür in der Münster-Information über die Theke. Über 3.000 Gäste feierten sieben Stunden lang auf der Kopfhörerparty. Rund 100 Cineasten zogen mit der Hamburger Künstlergruppe "A Wall is a Screen" über den Aa-Seitenweg und erlebten einen Kurzfilmabend der besonderen Art, ganz ohne Kinosessel und Leinwand. Gut besucht waren auch die Vorträge rund ums Wasser am Münster-Modell im Collegium Marianum, außerdem gab es viel Lob für die visionäre Ausstellung der Studierenden der "münster school of architecture" (msa) im Seminargebäude der Katholisch-theologischen Fakultät.

Für die größte Erheiterung dürften die Schiffsbegrüßungsanlage an der Aa und der Checkpoint Kuhviertel gesorgt haben. Fast 1.600 Pässe mit einem Visum für das Kuhviertel stellten die "Grenzbeamten" an der Spiegelturmbrücke für Passanten aus. Viele Anhänger fanden die Tomaten im Gewächshaus des Künstlers Stephan Us. Zwei Gästebücher voller Einträge dokumentieren, mit welcher Begeisterung hier gegärtnert wurde. Überraschend kontrolliert ging es im Bauwagen von Oliver Breitenstein zu, der als Kunstobjekt Raum für unkontrolliertes Leben bieten sollte: keine Spur von Müll oder Zerstörung. Stattdessen lief der Fernseher und ordentlich aufgereihte Bücher und Comics warteten auf Leser.

Bestens angenommen wurden die Renaturierungsstrecken an der Westerholtschen Wiese und am Stadtgraben. Hier, wo die Aa über das neugestaltete Kiesbett plätscherte, gönnten sich bei gutem Wetter viele Spaziergänger eine Pause, bevor sie den temporären Fußgängertunnel erkundeten, der auf einem Gerüst durch den Tunnel unter dem Stadtgraben führte.

"Wir freuen uns, dass die Münsteraner und ihre Gäste den Mix aus Events, Informationen Führungen, Kunstaktionen und temporären Installationen zum Entdecken der Aa so gut angenommen haben und bedanken uns bei allen, die mit ihrem Interesse die Veranstaltung zu einem Erfolg gemacht haben", so die Organisatoren. "Die gute Resonanz zeigt aber auch, wie sehr sich die Einwohner mit ihrer Stadt identifizieren. Es gibt eine außerordentlich große Bereitschaft, sich aktiv einzubringen und mitzudiskutieren, wenn es darum geht, welche Potenziale in Münster künftig noch besser ausgeschöpft werden können. Und dass in der Aa viel Potenzial zur Weiterentwicklung steckt, hat die Veranstaltung sichtbar gemacht."

(Redaktion)


 


 

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