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  • 21.03.2013, 14:10 Uhr
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  • Ascheberg / Ottmarsbocholt
10 Millionen Euro Investition

Davert GmbH schafft mit neuem Stammsitz Grundlage für Wachstum

Im Mai will der Bio-Lebensmittelhersteller Davert GmbH seinen Neubau in Ascheberg beziehen. Mit seiner Holzfassade soll das Gebäude architektonische Akzente setzen und als Visitenkarte eines ökologisch orientierten Unternehmens dienen.

Doppelter Anspruch an eine Gewerbeimmobilie: Der Neubau der Davert GmbH soll nicht nur funktionale Voraussetzungen erfüllen, die sich aus dem Betrieb eines Lebensmittelherstellers und -händlers ergeben. Auch die Bio-Philosophie und das moderne Öko-Image soll sich im Gebäude widerspiegeln.

Der Spagat, so scheint es, ist gelungen. Denn für den neuen Firmensitz wurde – nicht zuletzt aus hygienischen Gründen – viel Beton gegossen. Um diese Hülle herum verläuft jedoch eine Holzrahmenkonstruktion, die nicht nur einen architektonischen Akzent setzt, sondern auch als hochdämmende Außenfassade fungiert.

Der für Gewerbegebäude in diesen Breiten seltene Werkstoff springt schon vor der Fertigstellung ins Auge, hat für den Bauherrn aber zu erhöhtem bürokratischen Aufwand gegenüber den Genehmigungsbehörden geführt, resümiert Friedrich Niehoff.

Der Chef der Davert GmbH sitzt mit seiner Belegschaft am angestammten Firmensitz Ottmarsbocholt noch nicht auf gepackten Koffern, hat das Umzugsprojekt aber fest im Blick. Der verlängerte Winter hat den Termin für den Einzug um vier bis sechs Wochen verschoben.

Die Verlagerung des Unternehmens, die sich über den Mai erstrecken wird, geht weit über bloßes Kistenpacken hinaus, obwohl nicht alles Inventar aus Ottmarsbocholt mitgenommen wird. Mit der Firma Geuer aus Bösensell wurde bereits ein Partner dafür gefunden.

In Etappen, bei weitgehend aufrechtgehaltenem Betrieb, werden Produktion, Lager und Verwaltung den Standort wechseln. Niehoff sieht dem Einzug in Ascheberg entspannt entgegen, da niemand am alten Standort Zeitdruck durch eine Folgenutzung aufbaut.

Denn was mit den Liegenschaften am bisherigen Davert-Sitz geschieht, ist noch offen: „Es gibt Anfragen, aber es ist noch kein heißer Kandidat in Sicht.“

Über das Unternehmen

Gut 10 Millionen Euro kostet der vom Architekturbüro Becker und Laux (Münster) geplante Neubau, der auf einem 22.000 Quadratmeter großen Grundstück mit Erweiterungsoption entsteht und alle bisherigen Firmen-Standorte bündelt. Als Generalunternehmer fungiert die Firma Hoff aus Gronau. Lager, Produktion und Verwaltung erstrecken sich auf gut 8.000 Quadratmetern Nutzfläche.

Die Davert GmbH bietet gut 80 Vollzeitstellen, sie gehört zu den bundesweit zehn größten Anbietern der Bio-Nahrungsmittelhersteller, die in Bio-Fachgeschäften vertrieben werden. Nach Umsatzrückgängen und einem Verlust in 2010 schreibt die Davert GmbH seit 2011 wieder schwarze Zahlen.

(Redaktion)


 


 

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