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  • 27.03.2015, 08:57 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Steinfurt
10 Prozent weniger Personal

Sparkasse und VR-Bank im Kreis Steinfurt kooperieren bei SB-Filialen

Anhaltende Niedrigzinsen, neue Wettbewerber in Gestalt von Google, Paypal oder ApplePay, mehr Kunden, die online ihre Bankgeschäfte erledigen, mehr kostenintensive Bürokratie und dann auch noch der demografische Wandel: Sparkassen und Volksbanken leiden unter denselben Rahmenbedingungen. Im Kreis Steinfurt rücken sie jetzt näher zusammen, bleiben aber Konkurrenten: Gemeinsam sparen, getrennt verdienen, heißt das Rezept.

Die Kreissparkasse (KSK) Steinfurt legt bis zum Jahresende sechs Filialen zusammen. Drei davon wird sie gemeinsam mit der VR-Bank Kreis Steinfurt als SB-Filialen betreiben. Damit intensiviert sie eine Zusammenarbeit, die mit einer gemeinsamen SB-Filiale in Neuenkirchen schon vor vielen Jahren begonnen hat. In Borghorst und Burgsteinfurt werden Kunden den Bargeldservice am VR-Bankautomaten nutzen können.

Beide Banken versprechen sich dadurch mittelfristig Einsparungen im „mittleren sechsstelligen“ Bereich. Betroffen sind 17 Mitarbeiter bei der Kreissparkasse und 15 bei der VR-Bank. Sie verstärken die Beratungsteams benachbarter Filialen; betriebsbedingte Kündigungen sind nicht vorgesehen. Gleichwohl wollen beide Institute in den nächsten Jahren durch die „natürliche Fluktuation“ und weniger Auszubildende ihren Personalbestand um zehn Prozent senken.

Trotz ähnlicher Strategien – an eine Fusion ist nicht gedacht. Die kann sich KSK-Chef Rainer Langkamp eher innerhalb der Sparkassen im Kreis vorstellen. Der Idee einer Münsterland-Sparkasse erteilt er eine klare Absage.

(Achim Giersberg, WN)


 


 

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