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  • 18.11.2014, 15:33 Uhr
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  • Münster / Münsterland
13. Existenzgründungswoche

Leidenschaft und Zufriedenheit sind das Größte in der Selbstständigkeit

„Was ich für eine berufliche Selbstständigkeit unabdingbar halte: Dass ich für eine Sache brenne und meine Tätigkeit zur Leidenschaft wird.“ Mit ernsthaften Ratschlägen, pointierten Anekdoten und Showeinlagen stimmte Thomas Philipzen am Montagabend auf die 13. münsterische Gründungswoche ein.

Zum Auftakt sprach der Kabarettist, Moderator, Schauspieler und Musiker vor 140 Gästen in der Sparkasse Münsterland Ost über seine 25-jährige Schaffenszeit in der Kultur- und Kreativwirtschaft: „Wenn Hobbies zum Beruf werden“. Zuvor hatten Dr. Thomas Robbers von der Wirtschafts¬förderung Münster GmbH (WFM) und Mechtild Pieper die Gründer und Jungunternehmer sowie Akteure der Gründerberatungsstellen aus Münster begrüßt.

„Die heutigen, guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt führen dazu, dass sich viele Frauen und Männer nicht mit dem Gedanken der Selbstständigkeit beschäftigen. Die Gründungswoche bietet in fast 40 Veranstaltungen und Seminaren viele neue Erkenntnisse“, warb WFM-Geschäftsführer Robbers für das Angebot von „münster gründet!“, dem Zusammenschluss von 13 Beratungseinrichtungen aus Münster. Das Netzwerk ermöglicht Gründungsinteressierten und Jungunternehmern bis Freitag (21. November), neue Geschäftskontakte zu knüpfen, wertvoller Erfahrungen auszutauschen und grundlegende Informationen für die Selbstständigkeit zu sammeln.

Rückläufige Gründerzahlen trotz ausgezeichneter Voraussetzungen

Mechtild Pieper, Leiterin des Geschäftsbereichs Freie Berufe bei der Sparkasse Münsterland Ost, betonte den Wert von Existenzgründern: „Unsere regionale Wirtschaft muss dynamisch bleiben und Strukturveränderungen mitmachen. Sie sind die notwendige Frischblutzufuhr, die unsere Wirtschaft und wir alle brauchen.“

Was Pieper Sorge bereite, seien die rückläufigen Gründerzahlen trotz ausgezeichneter Voraussetzungen. „Gründe dafür sind der starke Arbeitsmarkt und ein wenig verbreiteter Unternehmergeist in Deutschland. Ein starkes Sicherheitsbedürfnis und die Angst vor dem Scheitern halten von der Selbstständigkeit immer noch ab.“

Philipzen, auf der Bühne mit viel Kreativität, Spaß und Witz unterwegs, entgegnete: „Die Mentalität, etwas Sicheres zu wollen oder zu haben, kann unheimlich bremsen.“ Sein Vortrag war ein Plädoyer für alle Gründer und Jungunternehmer, die mit Ideenreichtum, Organisationstalent, Motivation und Zielstrebigkeit erfolgreich unterwegs sind. „Wenn ich als Selbstständiger eine große Verantwortung für mich, für mein Produkt und meine Firma trage, dann ist Zufriedenheit das Größte“, sagte Philipzen.

„Selbstzweifel ist ein kreativer Pool“

Als Eckpfeiler seines Schaffens bezeichnete er die Leidenschaft, um Tiefschläge und Orientierungsprobleme wegzustecken, flexibles Denken und Handeln und das kontinuierliche Reflektieren seiner Tätigkeit. „Selbstzweifel ist ein kreativer Pool. Ein Ansatz, der immer wieder neue Abzweiger bietet und hilft, auf lange Zeit in einem selbstständigen Bereich tätig zu sein.“ Wenn das Hobby wie bei ihm zum Beruf werde, gebe es aber ein Problem: „Der größte Nachteil dabei ist, dass ich mir ein neues Hobby suchen muss.“

(WFM)


 


 

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