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  • 07.12.2015, 09:48 Uhr
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  • Münster / Münsterland
144. Treffen des MBC

Speednetworking im neuen Beresa-Autohaus - Visitenkartentausch im Autocockpit

Sechs Spuren Albersloher Weg vor der Tür. Der große Marktkauf gegenüber, die Umgehungsstraße im Rücken, der Gasometer um die Ecke: Mit seinem neuen Autohaus an der Egbert-Snoek-Straße 2 mit Modellen bis zu 580 PS hat Beresa einen sehr gut frequentierten Standort gefunden, mit dem architektonisch modernen Neubau ein Zuhause für alle Autofreunde rund um Mercedes Benz und Smart geschaffen. Und das Beresa-Motto „Leidenschaft für Bewegung“ griffen am 26. November beim 144. MBC-Treffen rund 40 Mitglieder des MünsterBusinessClub (MBC) auf ganz praktische Weise auf.

300 Autos auf 5000 Quadratmetern

Eine kurze Einführung in die Stärken des neuen Autohauses gibt Sascha Röwekamp, Leiter Verkauf PKW bei Beresa. Nach 16 Monaten Bauzeit läuft der Betrieb auf insgesamt 36000 Quadratmetern als erfolgreiches Geschäftsmodell der kurzen Wege für Kunden und Mitarbeiter (Kauf, Verkauf, Reparatur oder allgemeine Beratung). Hinterm Neubau (mit nachhaltigem Energiekonzept und Raumklima) befindet sich eine Teststrecke mit Rüttelpiste und Off-Road-Bereich. Auf gut 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche können 300 Autos gezeigt werden. Das schafft zusätzlichen Platz für mindestens zehn Modelle, die Mercedes bis zum Ende des Jahrzehnts noch auf den Markt bringen will. Beresa ist nach der Übernahme der Niederlassung Ostwestfalen-Lippe nunmehr größter Mercedes-Händler in Deutschland. 2014 hat Beresa an seinen 20 Standorten (ohne die neuen Häuser in Ostwestfalen-Lippe und ohne die Beresa Leasing Gesellschaft) mit den Marken Mercedes-Benz und Smart 13000 Autos und Lkw (neu und gebraucht) verkauft und damit 425 Millionen Euro umgesetzt.

Vuvuzela führt die Menschen zusammen

Nach den Autos geht es um die Menschen. MBC-Moderator Thomas Böhmer-Niehaus lädt zum Speed- Networking ein. Aber nicht, wie sonst üblich, an Tischen gegenüber, sondern nebeneinander in der Intimität luxuriöser Auto-Cockpits des Beresa-Hauses. 20 verschiedene Fahrzeuge sind durchnummeriert, alle Teilnehmer bekommen Karten als Fahrer oder Beifahrer. Wahlweise nehmen sie hinter dem Lenkrad oder Handschuhfach in den Autos Platz, natürlich nicht ohne sich zuvor weiße Baumwoll-Handschuhe überzuziehen – denn die Automobile wollen ja später schließlich noch ohne jeden Makel verkauft werden. Freudig bläst Thomas Böhmer-Niehaus in die Vuvuzela. Zunächst zum Start. Und dann immer nach jeweils rund fünf Minuten. Denn dann müssen im Wechsel Fahrer oder Beifahrer ein Auto-Türchen weitergehen und dort in einem anderen Fahrzeug Platz nehmen. So lernen die Teilnehmer des MBC-Treffens in relativ schneller Zeit nicht nur eine Vielzahl schicker Autos kennen, sondern es entstehen auch jede Menge neuer beruflicher Kontakte, die das Glück, der Zufall oder eben das Tröten der Vuvuzela zusammenführt.

Gespräche auf Augenhöhe

Im AMG GT S trifft der Autor dieses Berichts auf Constantin Kröger. Er ist selbständiger Energieberater der TeleSon Vertriebs GmbH. Der Coesfelder erklärt sein Geschäftsmodell rund um passgenaue Energieberatung (Strom, Gas, Wärme): „Ich arbeite fest mit 25 günstigen und seriösen Anbietern zusammen, um für den Kunden die besten Lösungen zu finden.“ Kröger ist das erste Mal bei einem MBC-Treffen und auf Anhieb begeistert: „Hier kommt man schnell und locker ins Gespräch. Ich habe einige Visitenkarten ausgetauscht.“ Natürlich ist auch da Auto Thema. Der AMG ist sehr schnittig und mit seinem Biturbo-V8-Front-Mittelmotor hinter der Vorderachse bis zu 510 PS stark. Wow – das kann man sich gar nicht vorstellen! Die Flügeltüren des Vorgängers sind nicht mehr da. Die Folge: Für größere Teilnehmer ist der Einstieg und auch gerade die Beinfreiheit auf dem Beifahrersitz nicht ganz so bequem wie das Luxusauto verspricht. Manche MBCler werden später bei ihren Speednetworking-Gesprächen die Beifahrertür der Einfachheit halber offen lassen. Denn wichtig ist die direkte Kommunikation mit dem Gegenüber, auf Augenhöhe und mit Wohlfühl-Charakter – schließlich hat man beim Speednetworking nur fünf Minuten. Und die gehen bei vielen Teilnehmern sehr schnell vorbei, da sich auf Anhieb tolle Gespräche ergeben. Aus Zeitgründen werden manche Visitenkarten erst später getauscht, um länger reden zu können.

Eine Chinesin und ein Wolbecker am Steuer

Die Vuvuzela trötet und der Fahrer wechselt. Nun steigt Rainer Mertens in den GT S. Der zertifizierte Ruhestandsplaner (BDRD) fährt selbst einen Volvo XC 60. Doch die Mercedes-Modelle findet er auch sehr ansprechend: „Vor allen die AMGs.“ An XING schätzt er den großen Praxisgehalt. Ich habe mir dort jetzt ein GetAbstract-Selbst-Management-Buch bestellt.“ Auch Karneval ist ein Thema, denn Mertens engagiert sich schon länger bei der ZiBoMo in Wolbeck.

Der nächste Fahrerwechsel bringt Hu Peng-Zhoum ans Steuer. Die Dipl.-Designerin ist
Geschäftsführerin von SINOFORM graphic design & communication: „Ich finde die Idee gut, zusammen in einem Auto ins Gespräch zu kommen.“ Geboren in Shanghai kam sie zum Studium an die Fachhochschule in Münster und blieb: „Diese Ruhe, diese schöne Umgebung, alles ist so geordnet – das schätze ich an Münster.“ Sie berät Unternehmen, die mit chinesischen Firmen Geschäfte machen. Was ihr in Münster aus der Heimat fehlt? „Das leckere Essen. Wir essen in China viel mehr Gemüse und haben deutlich mehr Zutaten und ganz verschiedene Gerichte.“

Neue Geschäftsideen im Smart-Cockpit

Beim nächsten Vuvuzela-Signal darf der Beifahrer nun ein Auto weiter gehen. Im Smart Forfour, den man durch seine kurzen Fondtüren mit einem Winkel von fast 90 Grad ungewöhnlich weit öffnen kann, wartet schon Anne-Rieke Thurm. Die geschäftsführende Inhaberin von ByoFit Münster kam auch zum Studium nach Münster, aus dem ostfriesischen Friedeburg. Seit November 2015 beliefert sie mit ihrem Fahrrad samt Anhänger ihre Kunden mit frisch geschnittenem Obst und Gemüse, bringt es direkt an den Arbeitsplatz. Und bekommt Unterstützung aus der ganzen Familie: „Mein Vater baute den Anhänger, meine Schwester kümmert sich ums Marketing, einer meiner Brüder um die Finanzen.“ Das Netzwerken beim MBC findet sie gut: „Das läuft. Die Leute sind alle nicht auf den Mund gefallen. Die Unterhaltungen sind sehr nett. Ganz ohne Druck. Schön locker.“

Auch Beresa-Verkäufer Marvin Paszkiet macht beim Speednetworken begeistert mit, berichtet wie der Markkauf gegenüber Kunden anzieht. Maria Hemann, Mentaltrainerin und Bilanzbuchhalterin, veranschaulicht, wie sie selbst Gewicht abgenommen hat durch mentales Training („Affirmation“). Auch innere Glücksgefühle kann sie sich selbst aufbauen: „Ich spreche positive Sätze über mich auf einen MP3-PLayer und diese begleiten mich bei verschiedenen Tätigkeiten.“ Seit kurzem vermittelt sie ihre ganz persönliches Mental-Training an Kunden: „Ich möchte auch Kurse für ein besseres Körpergefühl anbieten.“

Herzlichkeit aus Irland und Kundenphilosophie aus Drensteinfurt

Aus dem Auto nebenan, einer 170 PS-starke C220d-Limousine, schallen lebhafte Gespräche und herzhaftes Lachen herüber. Hier sitzt die gebürtige Irin Valerie Marter. Über Dallas und Hongkong kam die Heilpraktikerin (Naturheilpraxis Münster) nach Münster. Schnell ist Irland ein Thema, aber auch die Musik der Insel, von Thin Lizzy (Gary Moore/Phil Lynott) über die Corrs bis U2. Tolle Stimmung, doch die Vuvuzela tutet. Ralf Nickolaus (RN E-Tech) nimmt am Steuer Platz. Der Drensteinfurter kümmert sich unter anderem um Motortechnik, Kompressoren, Endschalldämpfer und Dachmodule, importiert viele Teile aus den USA mit eigener Philosophie: „Alles, was ich verkaufe, muss die Kunden zu 100 Prozent zufriedenstellen.“ Das Networken im Auto findet er gut: „Bei dieser 80-cm-Distanz zwischen Fahrer und Beifahrer sitzt du dem anderen nicht auf dem Schoß , aber es ist eine kleine, geschlossene Zelle, in der die Gespräche stattfinden, 90 Grad  über Eck.“ Schnell bietet Nickolaus auch seinem Gegenüber das „Du“ an. Obwohl er heute zum ersten Mal beim MBC-Treffen ist. Fühlt sich gut an.

Auch Hamburger fühlen sich in Münster wohl

Die weiteste Anfahrt hat Informatikkaufmann Markus Heitmann (ECM Produkt- und Lösungsvertrieb SER Solutions Deutschland). Er ist aus Hamburg angereist, verbindet Geschäfte in Münster mit dem Networken des MBC: „Das ist eine tolle Idee hier und eine sehr gute Stimmung.“ Beim Networken lernt er unter anderem Sales & New Business-Manager Stefan Brechler (avency) kennen. Die Chemie stimmt. Auch zwischen Unternehmerin Renate Mackowski (Kumon Lerncenter Münster) und Heilpraktikerin Valerie Marter, die sich zu persönlichen Gesprächen an die Kaffeetheke zurückziehen. Unternehmensberaterin Edda Möllers hat schon viele Visitenkarten getauscht: „Man kommt gut ins Gespräch.“ Getränke und kleine Snacks stärken die Networker . Und selbst nach drei Stunden löst sich das Auditorium nur langsam auf. Es gibt einfach noch zu viele Gespräche, um bestehende und neu geknüpfte Kontakte weiter zu vertiefen. Gespräche über Berufliches, Privates und natürlich über die Autos. Ein rundum gelungener Abend.

(Peter Sauer)


 


 

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