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  • 21.01.2013, 12:14 Uhr
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  • Münster
160 Gäste im Rathausfestsaal

Forum Frauen u(U)nternehmen bietet Innovationen mit Geschmack

In Deutschland scheinen Hopfen und Malz noch lange nicht verloren zu sein: In der Bierbranche zahlen sich Innovationen mit Geschmack aus - so Brauereibesitzerin Susanne Veltins bei einer Feierstunde vergangenen Freitag (18.01.2013) im Rathausfestsaal in Münster.

Die 52-Jährige war als Festrednerin beim „Women In Business Dinner“ (WIB-Dinner) geladen. Gastgeberinnen waren zum neunten Mal die Frauen vom Forum „Frauen u(U)nternehmen“. Selten tritt Susanne Veltins öffentlich auf, gestern machte sie eine Ausnahme.

Das Forum für Unternehmerinnen und Führungskräfte freute sich gestern über den wachsenden Zuspruch, 160 Gäste hatten sich angemeldet. „Wir kommen zusammen, weil wir unser gemeinsames Ziel unterstützen wollen, um uns kennenzulernen, uns auszutauschen, uns zu vernetzen“, beschrieb die Vorsitzende des Forums, Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel, den Sinn der Veranstaltung. Und sie machte deutlich, dass es dem Forum darum gehe, das Anliegen von Frauen in Unternehmen zu präsentieren. Im Kammerbezirk der IHK Nord Westfalen würden 30.000 Unternehmen von Frauen geführt. Die erste Vorsitzende sprach von „einem enormen wirtschaftlichen Potenzial“.

Für Oberbürgermeister Markus Lewe ist das Dinner der Frauen „eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres im Festsaal der Stadt Münster“. Lewe lud die Frauen ein, sich mit der „Innovationsregion Münster“ auseinanderzusetzen, an der er in einer Zukunftswerkstatt feilen möchte. Die Frauen bat er, „sich mit ihren Fachkenntnissen, Netzwerken und Kompetenzen einzubringen“.

Tradition und Innovation sind kein Widerspruch

Nach vorne schaut auch Susanne Veltins. Die Unternehmerin pflegt in ihrer Brauerei zwar die Familientradition, ist aber auch mit Innovationen erfolgreich unterwegs. Ihr mittelständische Unternehmen gehört darum heute nach eigenen Angaben zu den Top-Brauereien, in NRW nimmt Veltins den zweiten Platz hinter Krombacher ein.

Im Zwei-Jahres-Rhythmus bringt Veltins seit 2001 neue Produkte auf den Weg, erklärte die Festrednerin zwischen Vorspeise und Hauptgericht. Dabei seien bis vor zwölf Jahren Biermischgetränke kein Thema gewesen. Anders als beim traditionellen Bier müsse darum heute das Design der Mixgetränke für die Zielgruppe der 18 bis 35-Jährigen auch lauter sein. Auf der anderen Seite bleibt Veltins dem Heimatmarkt treu, erklärte sie die Gratwanderung. Wobei die Rednerin das Münsterland und das Revier als Heimatziele herausstrich. Immerhin verzeichnet die Brauerei in NRW 65 Prozent ihrer Absätze.

Aufgrund dieser Nähe ist Veltins seit 1997 namentlich in der Schalke-Arena mit dem Revierfußball verbunden. Wer als Brauerei in NRW keine Anerkennung findet“, erklärte die 52-Jährige, der werde auch bundesweit nicht anerkannt. Immerhin existierten in Deutschland noch 1300 Brauereien.

(Redaktion)


 


 

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