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  • 05.06.2014, 15:34 Uhr
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  • Münster / Münsterland
2. Gewerbehallenbericht

Industrie hat größten Bedarf an gewerblich genutzten Hallen

Industrieunternehmen und Hersteller haben 2013 mit fast 44 Prozent den größten Bedarf an gewerblich genutzten Hallen verzeichnet. Fast 30 Prozent machte der Handel aus. Das geht aus einer Marktanalyse hervor, die die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) im aktuellen Gewerbehallenreport veröffentlicht.

Die druckfrische Publikation informiert Eigentümer, Mieter, Kaufinteressenten und Projektentwickler über Nachfragesituationen, Preise und Lagequalitäten an 43 Gewerbestandorten.

„Die flächenintensiven Abschlüsse, insbesondere jene Neubauten von namhaften Industrie- und Handelsunternehmen, machen den Großteil der Nachfrage aus. Sie sprechen für den Wirtschaftsstandort Münster und sichern dessen Zukunftsfähigkeit“, freut sich WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers. „Münsters Dienstleistungsstruktur funktioniert nicht ohne eine starke, industrielle Basis. Wichtig ist es nun, weitere geeignete Flächen – zum Beispiel im Stadthafen 2 – zu schaffen, damit wir auf die künftige Nachfrage flexibel reagieren können.“

Vier Umsätze über 5.000 Quadratmeter

Zu den größten Flächenumsätzen 2013 führten die neue Zentrale der Winkhaus GmbH im Industriegebiet Hessenbusch mit 10.000 Quadratmetern Hallenfläche und 3.800 Quadratmetern Bürofläche sowie das 7.500 Quadratmeter große Logistikzentrum für die Agravis Raiffeisen AG. Auch das Autohaus Bleker mit rund 7.000 Quadratmetern im Hansa-BusinessPark und die P&M Cosmetics GmbH & Co. KG mit zirka 6.000 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche fallen darunter.

Insgesamt wurden auf dem münsterischen Gewerbeflächenmarkt 2013 mehr als 60 Vermietungen und Eigennutzerprojekte von industriellen Großkonzernen, Großhandelsunternehmen, Logistikern, Werkstätten oder E-Commerce-Unternehmen registriert. Zwar waren das zirka 20 Abschlüsse weniger als im Vergleichsjahr 2011. Die Flächennachfrage lag mit zirka 95.000 Quadratmetern aber leicht über dem vor drei Jahren registrierten Umsatz von 93.500 Quadratmetern. Bei der Nachfageanalyse nach Größenklassen dominierten die Flächen zwischen 1.000 und 5.000 Quadratmetern (45 %, Umsatzvolumen 43.200 m²). Bei der Anzahl der Abschlüsse überwog jedoch die Größenkategorie bis 500 Quadratmeter (41 %, 6.000 m²).

Gebäudequalität entscheidet über Mietpreis

Die Mietpreisuntergrenze für sehr einfache Kaltlager liegt bei zirka 2,00 Euro/Quadratmeter, die mittlere Mietpreiserwartung für eine Standardfläche bei zirka 4,00 Euro/Quadratmeter und die Spitzenhallenmiete bei zirka 5,50 Euro/Quadratmeter. Für Gewerbehallen in Verbindung mit Büros werden zirka 6,00 Euro/Quadratmeter aufgerufen. Mietpreisdifferenzierend wirkt sich vor allem die Gebäudequalität aus.

(WFM)


 


 

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