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  • 22.06.2015, 09:12 Uhr
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  • Münster / Münsterland
3. Streikwoche bei der Post

Post-Streik geht mit 7.000 Streikenden in die dritte Woche

Mit der Einbeziehung von vier nordrhein-westfälischen Paketzentren in den Tarifkonflikt mit der Deutschen Post AG hat die Gewerkschaft ver.di die Zahl der unbefristet Streikenden zu Beginn der dritten Streikwoche auf 7.000 erhöht.

Bundesweit haben bereits mehr als 25.000 Beschäftigte des Konzerns die Arbeit niedergelegt. Neu hinzugekommen sind in Nordrhein-Westfalen die Paketzentren Bielefeld, Krefeld, Greven und Köln. Darüber hinaus werden mit Beginn der Frühschicht zusätzlich Zustellbezirke in Bad Bentheim, Spelle, Hörstel, Altenberge und Herzogenrath bestreikt. Landesweit sind seit zwei Wochen alle Briefverteilzentren in den Arbeitskampf einbezogen.

ver.di hatte der Post AG nach sechs Verhandlungsrunden mit zehn Verhandlungstagen ein Angebot vorgelegt. Dabei sei man „an die Schmerzgrenze des Möglichen“ seitens der Gewerkschaft gegangen, erklärt ver.di in einer Pressemitteilung. Das Angebot sah einen Verzicht auf lineare Lohnerhöhungen und eine Änderung der Entgelttabelle vor. Im Gegenzug sollten die 49 Regionalgesellschaften (DHL Delivery GmbHs) unter den Haustarifvertrag der Deutschen Post AG fallen und Schutzregelungen zu Kündigung und Fremdvergabe weiter bestehen. Dies hatte der Vorstand der Deutschen Post AG abgelehnt.

Freiwillige Helfer zur Postverteilung an Sonntagen

Für Aufregung sorgte zudem der Versuch der Post AG, bundesweit freiwillige Helfer für die Post-Verteilung an Sonntagen zu gewinnen. Laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sollte das dazu dienen, die durch den Streik entstandenen Rückstände bei der Post-Auslieferung aufzuarbeiten.

(WN, Redaktion)


 


 

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