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  • 11.04.2014, 09:27 Uhr
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  • Münster
Aktionstag

23 Innungen präsentierten sich bei „Mach dein Ding im Handwerk“

Rund 750 Schüler nutzten am Donnerstag die Gelegenheit, beim Aktionstag „Mach dein Ding im Handwerk“ im Preußen-Stadion in zahlreiche Ausbildungsberufe zu schnuppern. An vielen der Stände, an denen sich 23 Innungen präsentierten, durfte nicht nur gefragt, sondern auch ausprobiert werden.

Viele Jugendliche sind noch unschlüssig, wie es nach der Schule weitergehen soll. Daher der riesige Ansturm auf den Info- und Schnuppertag „Mach Dein Ding im Handwerk“ am Donnerstag im Preußen-Stadion. 750 Schüler haben sich angemeldet. „Wir haben die Fläche, auf der sich die 23 Innungen präsentieren, verdoppelt, um mehr Platz zum Demonstrieren und Ausprobieren zu haben“, sagt Jan-Hendrik Schade von der Kreishandwerkerschaft und blickt auf Trauben von Jugendlichen, die mit Fragebögen unterwegs sind und vor allem jene Stände umlagern, an denen sie selbst mit Hand anlegen können.

Am Stand der Innung Sanitär-Heizung-Klima biegt Cedric Stockey nach Anleitung geschickt einen Streifen Blech zu einer Trillerpfeife. „Ganz ordentlich“, kommentiert Unternehmer Gerald Plenter, der geduldig alle Fragen beantwortet, über die Feinheiten der Klempnerei aufklärt und spannende Einblicke in die Praxis liefert. „Wir haben unter anderem das Dach des Doms und der Villa Hügel saniert.“ Schülerin Jacqueline Klein nutzt gleich die Chance, für die Sommerferien ein Praktikum abzumachen. „Handwerk finde ich toll. Ich repariere mein Fahrrad selbst und kann mit der Bohrmaschine umgehen“, erzählt sie selbstbewusst.

Süße Versuchung: Konditorenhandwerk

„Probieren geht über Studieren“, sagt der Volksmund. Philipp Edge („Marzipan ist die schönste Sucht der Welt“) nimmt es wörtlich und testet feines Marzipan, das Konditormeister Bernd Kleimann vor seinen Augen zu niedlichen Hasen und Glücksschweinchen modelliert. Die münsterische Konditorei kann sich über Nachwuchs nicht beklagen. „Wir bekommen zwischen zwölf und 20 Bewerbungen im Jahr“, berichtet Kleimann.

Mit ebenso exakt wie filigran gearbeiteten Werkstücken schindet das Metallhandwerk ein paar Stände weiter Eindruck. Der Leiter der Feinmechanik-Werkstatt des Physikalischen Instituts der Universität erklärt, wie mit CNC-gesteuerten Maschinen Vakuumkammern und andere Bauteile für Forschungsprojekte entstehen.

Das Herz mancher technikbegeisterter Jungen und Mädchen schlägt auch beim Anblick der Anschauungsmodelle der Innung für Elektrotechnik höher. Elektrotechnikermeister Jürgen Bienengräber-Börger, der regelmäßig Arbeitsgemeinschaften in Schulen organisiert, demonstriert, wie die computergesteuerte Sicherheitstechnik einer Stanze mit Fischertechnik nachgebaut werden kann.

Im Gespräch mit Ausbildern, Unternehmern und Azubis lernen die Schüler ganz nebenbei, wie man auf Experten zugeht, seine Fragen auf den Punkt bringt, erklärt Sozialpädagogin Christiane Wortberg, die mit einer Klasse der Hauptschule Coerde unterwegs ist und „das Wissen über Berufe auf eine breitete Basis“ stellt.

(Karin Höller-Zwilling, WN)


 


 

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