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  • 06.11.2013, 11:59 Uhr
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  • Münsterland
Aktuelle Studie zum FMO

3.450 Arbeitsplätze und 170 Millionen Euro Bruttowertschöpfung jährlich

Am Flughafen Münster/Osnabrück wurden jetzt die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Dr. Richard Klophaus, Fachhochschule Worms und Zentrum für Recht und Wirtschaft des Luftverkehrs (ZFL) zur volkswirtschaftlichen Bedeutung des Airports vorgestellt.

Auftraggeber der Studie waren die Industrie- und Handelskammern Nord Westfalen und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, die Handwerkskammern Münster und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim sowie die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH.

Im Rahmen dieser Studie wurden u.a. die nachfolgenden Kennzahlen und Aussagen auf der Basis von konkreten Zählungen bzw. anerkannten wissenschaftlichen Methoden erarbeitet:

Wertschöpfung und Beschäftigung durch den FMO

Direkt, indirekt, induziert sowie über Incoming-Reisende sind im Jahr 2012 insgesamt 3.450 Arbeitsplätze mit der Leistungserstellung am Flughafen Münster/Osnabrück verbunden. Aus dieser Beschäftigung resultiert eine Bruttowertschöpfung von jährlich 170,2 Mio. Euro.

Direkt auf dem Flughafengelände gibt es 1.289 Arbeitsplätze in 62 Betrieben, die eine Bruttowertschöpfung von 59,7 Mio. Euro erzeugen.

Bedeutung eines Flughafens als Standortfaktor

Die Luftverkehrsanbindung ist für 86 Prozent der in den Flughafenumlandregionen Deutschlands befragten international tätigen Unternehmen ein sehr wichtiger oder wichtiger Standortfaktor für ihr Investitionsengagement.

57 Prozent der befragten international tätigen Unternehmen hätten bei unzureichender Luftverkehrsanbindung an einem anderen Standort im In- oder Ausland investiert.

Fiskalische Umwegrentabilität des FMO

Die Leistungserstellung am Flughafen Münster/Osnabrück erzeugte im Jahr 2012 ein Steueraufkommen von 39,8 Mio. Euro.

Davon erhält der Bund 20,2 Mio. Euro (vor Abzug der Abführungen an die EU), die Länder 14,2 Mio. Euro und die Gemeinden 5,4 Mio. Euro.

Die öffentlichen Haushalte haben durch die Leistungserstellung am Flughafen Münster/Osnabrück im Jahr 2012 insgesamt einen fiskalischen Einnahmeüberschuss erzielt.

Prof. Dr. Richard Klophaus betonte im Rahmen der Präsentation der Studienergebnisse vor allem die durch den FMO direkt, indirekt und induziert verbundenen 3.450 Arbeitsplätze und die dadurch entstehende Bruttowertschöpfung in Höhe von 170 Mio. Euro jährlich. Darüber hinaus wies Klophaus darauf hin, dass gemäß vorliegenden deutschlandweiten Studien für 86 Prozent der Unternehmen in Flughafenregionen die Luftverkehrsanbindung sehr wichtig sei. Hier sei das Alleinstellungsmerkmal des FMO gegenüber den regionalen Nachbarflughäfen, jeweils viermal täglich an die internationalen Drehkreuze Frankfurt und München angeschlossen zu sein, von elementarer Bedeutung.

Gleiches gelte aber auch, so Klophaus, für die weiteren Linienstrecken nach London und Stuttgart. Klophaus: „Ich empfehle der Flughafengesellschaft, den erfolgreich eingeschlagenen Weg der Rückgewinnung weiterer Linienstrecken konsequent fortzusetzen.“ Dies sei, so Klophaus weiter, für die Unternehmen der Region von immanenter Bedeutung.

Meinungen zur Studie

Prof. Gerd Stöwer, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, sagte anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse durch Prof. Klophaus: „Gerade in der aktuellen Phase des FMO ist es wichtig, noch einmal aufzuzeigen, welche wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung der Flughafen für die gesamte Region wahrnimmt.“ Es sei unumstritten, so Stöwer weiter, dass Flughäfen insbesondere im zunehmenden europäischen Wettbewerb der Regionen ein äußerst wichtiges Kriterium der Standortgunst und auch der privaten Lebensqualität seien. Mit der aktuellen wissenschaftlichen Studie werden diese allgemein bekannten Aussagen durch konkrete Zahlen für den FMO belegt.

IHK Nord Westfalen: „Mehr wert als die Summe der Passagiere“

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen freut sich über „die Klarheit“, mit der das heute (6. November) veröffentlichte Gutachten zur regionalökonomischen Bedeutung des Flughafens Münster/Osnabrück „den wahren Wert des FMO für die Region offengelegt hat“. IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing erklärte dazu weiter:

„Der FMO ist eben deutlich mehr wert als die Summe der Passagiere, die jährlich von hier aus starten. Er darf nicht auf das reduziert werden, was in seiner Bilanz zu lesen ist. Seine erheblichen Einkommens- und Beschäftigungseffekte für die Region entfalten auch dann ihre Wirkung, wenn Verbindungen und Fluggastzahlen einmal zurückgehen. Das belegt die Studie nachdrücklich.

Ich hoffe, dass die Ergebnisse einen Schlussstrich ziehen unter die bisweilen geführte Diskussion um die Verluste des Flughafens. Denn die jetzt vorliegende Gesamtrechnung zeigt, dass der Gewinn , den der FMO dem Münsterland und angrenzenden Regionen beschert, ungleich größer ist. Im Wettbewerb mit anderen Regionen müssen wir unsere eigenen Stärken hervorheben. Hierzu gehört ganz klar auch weiterhin der FMO. Er ist einer der größten Standortvorteile unserer Region.

Die Studie hat aus IHK-Sicht eindrucksvoll bestätigt, warum der Betrieb des Flughafens Münster/Osnabrück im Gesamtinteresse der regionalen Wirtschaft ist und warum die Vollversammlung der IHK sich immer wieder hinter diesen unverzichtbaren Standortfaktor gestellt hat.“

Statement der Handwerkskammer Münster

Die Handwerkskammer Münster sieht sich durch die Ergebnisse der Klophaus-Studie bestätigt. 1.300 Arbeitsplätze am Flughafen selbst, mehr als 3.400 in der Region belegen deutlich die beschäftigungspolitische Bedeutung. Die Feststellung eines fiskalischen Überschuss macht klar, dass der Flughafen kein Kostgänger der Region ist, sondern positive externe Effekte vermittelt. Vorrangig bleibt natürlich die unverzichtbare infrastrukturelle Funktion, die beim Überwinden der derzeitigen Nachfrageschwäche noch viel deutlicher zutage treten wird.

(FMO)


 


 

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