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  • 06.11.2014, 10:22 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Aldi, Lidl & Co

50 Prozent der Deutschen vertrauen Discountern bei der Lebensmittelqualität

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Jeder zweite Deutsche glaubt, qualitativ hochwertige Lebensmittel schnell erkennen zu können. Dabei machen die Befragten ihre Qualitätsbeurteilung nicht zwangsläufig am Preis fest.

Gut jeder Zweite ist der Meinung, dass Lebensmittel in Discountern eine sehr gute Qualität haben (51 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Verbraucherumfrage der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) unter rund 1.000 Befragten. Ein Indiz für gute versus schlechte Qualität ist für viele hingegen die Herkunft eines Produktes. Jeder sechste Befragte hält eine entsprechende Kennzeichnung für sinnvoll, da er auf dieser Grundlage beurteilen kann, ob ein Lebensmittel sicher und qualitativ hochwertig ist (60 Prozent).

Produktbeschreibungen sind problematisch

Eher misstrauisch stehen Verbraucher den Aussagen von Lebensmittelherstellern gegenüber. Knapp jeder Vierte hat Zweifel, dass deren Angaben zu Qualität oder Herkunft definitiv der Wahrheit entsprechen (23 Prozent). Zu diesen Bedenken gesellen sich Probleme bezüglich der Verständlichkeit von Produktbeschreibungen. Beinahe die Hälfte der Befragten gibt an, selbst nach genauem Lesen der Produktbeschreibung nicht sagen zu können, welche Inhaltsstoffe das Lebensmittel enthält und ob diese gesund sind oder nicht (44 Prozent). Diese Aussage ist zwar abhängig vom Bildungsniveau - allerdings fühlt sich selbst mehr als ein Drittel der Befragten mit abgeschlossenem Studium außer Stande die Produktbeschreibung zu verstehen (38 Prozent - versus 49 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss). Für knapp jeden Vierten beeinflusst dies die Kaufentscheidung : Wenn nicht klar ist, was das Lebensmittel enthält, wird von einem Kauf abgesehen (38 Prozent).

Medienberichterstattung beeinflusst Essgewohnheiten

Dioxin in Eiern, Pferdefleisch in Lasagne, Gammelfleisch im Döner: Zurückliegende Lebensmittelskandale haben ihren Eindruck hinterlassen. So hat mehr als die Hälfte der Befragten das Gefühl, dass Lebensmittelskandale häufiger vorkommen als früher (54 Prozent). Beeinflussen lassen sich die Befragten dabei auch von den Medien. Knapp die Hälfte der Befragten geben an, Beiträge über Lebensmittel in den Nachrichten sehr ernst zu nehmen (49 Prozent). Aufgrund des Gesehenen oder Gehörten versuchen diese Befragten, ihre Essgewohnheiten zu ändern.


 


 

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