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  • 04.07.2013, 10:19 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Angst vor Schleichverkehr

Zwischen den LVM-Türmen kein Platz für Autos?

In der Aaseestadt herrscht zur Zeit eine angespannte Verkehrslage, weil die Von-Stauffenberg-Straße im Bereich des LVM baustellenbedingt gesperrt ist. Trotz LVM-Dementi befürchten die Anwohner, die Sperrung der Straße könne von Dauer sein.

Baustellen sind mit besonderen Belastungen verbunden. Da macht der Neubau des LVM-Hochhauses am Kolde-Ring keine Ausnahme. LVM-Bedienstete aus Richtung Aasee waren es bislang gewohnt, vom Ring nach rechts auf die Von-Stauffenberg-Straße abzubiegen und damit den Arbeitsplatz auf direktem Wege zu erreichen.

Da die Straßeneinmündung derzeit aber baustellenbedingt gesperrt ist, biegen die Mitarbeiter bereits rund 300 Meter vorher in die Von-Witzleben-Straße ab und durchkurven dann die Aaseestadt – sehr zum Leidwesen der Anwohner, zumal auch viele Westlotto-Mitarbeiter diese Schleife drehen müssen. Die Westlotto-Zentrale befindet sich direkt neben der LVM-Zentrale.

In der Aaseestadt macht jetzt das Gerücht die Runde, die bestehende Sperrung könnte über die Baustellenphase hinaus Bestand haben, um die Fläche zwischen den beiden LVM-Türmen zu einem Kunstgarten umgestalten zu können.

LVM-Pressesprecher Marcel Peschl dementiert diese Gerüchte, bestätigt aber zugleich Informationen unserer Zeitung, wonach das Versicherungsunternehmen mit der Stadt Münster über einen verkehrsberuhigten Ausbau des Einmüdnungsbereiches verhandelt. „Die Anbindung bleibt auf jeden Fall“, versichert Peschl mit Blick auf die Zeit nach den Bauarbeiten 2014.

Auch Christian Schowe vom Stadtplanungsamt bestätigt derlei Gespräche. Ziel des LVM sei eine Reduzierung des Autoverkehrs am nördlichen Ende der Von-Stauffenberg-Straße und eine „platzartige Gestaltung“ der Fläche zwischen den beiden Türmen. Die Stadt werde dies genehmigen, sofern die verkehrlichen Auswirkungen für die Aaseestadt zumutbar seien. Diese Frage werde derzeit geprüft.

Eine komplette Abbindung der Von-Stauffenberg-Straße stehe aktuell nicht zur Debatte, so Schowe. Eine solcher Schritt sei mit dem geltenden Bebauungsplan nicht vereinbar „und bedarf der Entscheidung durch die politischen Gremien“.

In der Anwohnerschaft indes bangt man, dass der Verkehrsberuhigung später die Sperrung folgt.

(Klaus Baumeister)


 


 

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