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  • 07.08.2013, 09:36 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Apriori-Insolvenz

Auswirkungen auf modeschaffendes Handwerk

Die Apriori-Pleite in Münster wirkt sich nicht nur direkt auf die Arbeitsplätze der 160 Beschäftigten des Textilvertriebs an der Harkortstraße aus. Indirekt könnten auch die Schule für Modemacher in der Handwerkskammer Münster und die Innung Modeschaffendes Handwerk in Münster den Gegenwind auf dem Modemarkt zu spüren bekommen.

Die Apriori Textilvertriebs GmbH, die ihren Betrieb wegen Zahlungsunfähigkeit eingestellt hat, nahm in der Vergangenheit immer wieder Praktikanten der münsterischen Schule für Modemacher auf. Obschon es viele Studierende der Schule auch gerne ins Ausland zieht, gab es immer wieder junge Leute, die bevorzugt ihr Praktikum in der heimischen Modebranche wählten. Betroffen von der Apriori-Insolvenz sind die Marken Apriori und Cavita.

Mit Sorge schaut aber auch die Innung Modeschaffendes Handwerk in Münster in die Zukunft. Schneidermeisterin Heike Westerwelle ist gespannt, ob sich die Insolvenz auf den Schulstandort des Schneiderhandwerks in Münster auswirkt. Schon einmal wurde vor zwei Jahren darüber diskutiert, ob der Berufsschulstandort nicht ins Rheinland verlegt werden soll, um mit dortigen Auszubildenden eine Klasse zu bilden. Aufgrund der Insolvenz des münsterischen Unternehmens Apriori, das auch Bekleidungsschneider ausgebildet hat, könnte die Diskussion über eine Zentralisierung der Ausbildung erneut aufflammen, befürchtet Westerwelle. Der finanzielle Aufwand für die Azubis aber sei sehr hoch, wenn der Schneidernachwuchs gezwungen wäre, in Düsseldorf einen mehrwöchigen Ausbildungsblock zu besuchen.

(Redaktion)


 


 

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