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  • 23.10.2013, 10:59 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Arbeitsagentur Ahlen-Münster

Fachdialog zum Arbeitsmarkt

„Mittelfristig wird sich der Arbeitsmarkt deutlich verändern. Qualifizierte Arbeitnehmer werden unter verschiedenen Arbeitsangeboten wählen können“. Diese Prognose war ein Thema des Dialogs, zu dem Agenturleiter Joachim Fahnemann den Landtagsabgeordneten Thomas Marquardt (SPD) in die Arbeitsagentur Ahlen-Münster eingeladen hatte.

„Arbeitgeber werden in Zukunft im Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte stehen. In einigen Berufsfeldern ist diese Entwicklung bereits spürbar“, berichtete Fahnemann. Das angebotene Gehalt sei für Bewerber bei der Entscheidung für eine Arbeitsstelle nur ein Kriterium unter mehreren. Unternehmen, die beispielsweise innovative Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf anbieten, sind hier im Vorteil. „Sie können auf diese Weise Fachkräfte im Betrieb halten und erreichen auch gut ausgebildete Männer und Frauen, die Familie und Job bislang nicht zusammenbringen konnten.“, erklärte Fahnemann. Schließlich sei die Beschäftigungsquote der Frauen mit knapp 46 Prozent im Münsterland noch immer vergleichsweise niedrig. „Hier sind viele Potentiale ungenutzt“, betonte der Agenturchef.

„In Münster gibt es deutlich mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer.“

Ausreichende Kinderbetreuungsangebote, ein gut funktionierender Nahverkehr, attraktive Wohnmöglichkeiten: Viele Faktoren müssen zusammenspielen, damit die Region auch künftig wirtschaftlich erfolgreich ist. „Das kann nur gelingen, wenn das Münsterland als Ganzes als Wirtschaftsraum stärker in den Blick rückt“, unterstrich Thomas Marquardt. Der Leiter der Arbeitsagentur bestätigte dies und nannte als Beispiel den Arbeitsmarkt in Münster. „In Münster gibt es deutlich mehr Arbeitsplätze als Arbeitnehmer. Die Stadt ist daher auf das Umland angewiesen und die Menschen, die täglich zur Arbeit einpendeln“. Zugleich profitiere der Arbeitsmarkt im Münsterland vom Hochschulstandort. „Betriebe haben hier die Gelegenheit, unmittelbar hochqualifizierte Fachkräfte zu finden“, so Fahnemann. „Der Arbeitsmarkt steht auf einem guten, stabilen Niveau. Die einzelnen Kreise und Städte zusammen machen das Münsterland zu einer sehr starken Region“, brachte es Marquardt auf den Punkt. Die Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent, die im Vergleich zu anderen Regionen in Nordrhein-Westfalen sehr niedrig ist, bestätigt dies.

Inklusion als wichtiges Thema

Als wichtiges Zukunftsthema sahen die Gesprächspartner die Integration behinderter Menschen in das Arbeitsleben. „Es ist eine bedeutende gesellschaftliche Herausforderung, hier Perspektiven zu schaffen“, betonte Marquardt. „Hier setzen wir bereits sehr früh an und arbeiten intensiv mit den Schulen zusammen“, legte Fahnemann dar. „Unsere Fachkräfte unterstützen Förderschüler intensiv bei der Berufswahl und beraten und fördern Arbeitgeber, die sich entschließen, jungen Menschen mit Behinderung eine Chance auf eine Ausbildung zu geben.“ Im Rahmen guter Netzwerkarbeit wollen sowohl Fahnemann als auch Marquardt an diesem Thema weiter arbeiten und auch zukünftig weitere Fachdialoge führen.

(Arbeitsagentur Ahlen-Münster)


 


 

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