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  • 28.09.2012, 10:15 Uhr
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  • Münster/Düsseldorf
Arbeitslosenzahlen

Mehr Arbeit nach Feriendelle

Die Erwerbslosenzahl sinkt bundesweit. Die Quote fällt im Münsterland auf 4,6 Prozent. Im Münsterland gibt es so viele Arbeitsplätze, dass die Statistiker von fast erreichter Vollbeschäftigung reden.

Der beginnende Herbstaufschwung auf dem Arbeitsmarkt hat die Zahl der Jobsucher in Deutschland verringert. Im September waren hierzulande 2.788.000 Menschen ohne Job, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg mit.

Das sind 117.000 weniger als im August und 7.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 6,5 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 6,6 Prozent gelegen. In Nordrhein-Westfalen sank die Arbeitslosenquote auf 7,9 Prozent.

Auch im Münsterland gab es nach dem durch die Sommerferien bedingten Anstieg der Erwerbslosenzahl wieder eine Entspannung der ohnehin eher rosigen Lage. Die Arbeitslosenzahl sank in der Region um 2.127 auf nur noch 39.150, die Erwerbslosenquote damit von 4,9 auf 4,6 Prozent.

Quasi Vollbeschäftigung herrscht bei einer Quote von 3,7 Prozent (minus 0,2 Prozentpunkte) im Kreis Coesfeld. Auch in den BA-Bezirken Ahlen und Münster gingen die Quoten um jeweils 0,2 Prozentpunkte zurück – auf 5,4 bzw. 6,1 Prozent. Besonders positiv war der Trend im Kreis Steinfurt, wo die Quote um 0,3 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent fiel.

BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise kommentierte die aktuelle Lage in Deutschland: „Die schwächere wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus, allerdings zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt robust.“ Ein Rückgang der Erwerbslosigkeit im September ist üblich; Schulabgänger beginnen ihre Ausbildung, und viele Unternehmen warten mit Neueinstellungen das Ende der Sommerpause ab. In diesem Jahr fiel das Minus jedoch schwächer aus als in den Vorjahren.

Die Leiterin der Regionaldirektion NRW, Christiane Schönefeld, bewertete die Situation auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt im September angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage als „zufriedenstellend“. Die günstige Entwicklung des Vorjahres habe sich nicht fortgesetzt. „Der Arbeitsmarkt bleibt aber in einer guten Verfassung“, betonte Schönefeld.

Den stärksten Rückgang bei den Arbeitslosen in NRW verzeichneten im September die unter 25-Jährigen mit gut 13 Prozent. Ursächlich hierfür seien vor allem der Schulbeginn und der Beginn der betrieblichen Ausbildung. Am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen war unverändert das Ruhrgebiet mit einer Quote von elf Prozent.

(Jürgen Stilling, lnw)


 


 

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