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  • 22.11.2013, 08:01 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Arbeitsmarkt

Freie Arbeitsplätze können nicht besetzt werden

Der wirtschaftliche Erfolg des Münsterlands hat eine Kehrseite: Immer mehr Unternehmen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen (Münsterland und Emscher-Lippe-Region) suchen händeringend qualifizierte Mitarbeiter – und finden sie nicht.

Fast ein Drittel der Unternehmen habe in einer Umfrage unter 500 Firmen beklagt, offene Stellen derzeit nicht besetzen zu können,
berichtete die IHK am Donnerstag in Münster. Fast zwei Drittel der Betriebe versuche deshalb verstärkt auszubilden. „Es ist für die Unternehmen allerdings immer schwerer, diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. „In einigen Regionen unseres Bezirks finden die Betriebe schlicht zu wenig Jugendliche, die bereit und geeignet sind, eine Ausbildung zu beginnen.“

Fachkräfte mit dualer Berufsausbildung sind bei den Unternehmen der Region besonders begehrt. Zwei Drittel der Firmen, die Mitarbeiter suchen, bemühen sich laut IHK um Absolventen der beruflichen Aus- und Weiterbildung. In Großbetrieben ist die Situation meist vollkommen anders: Knapp 80 Prozent suchen hier Menschen mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.

Der hohe Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern resultiere, so Schulte-Uebbing, auch aus dem regionalen Stellenboom der vergangenen Jahre. Seit dem Jahr 2005 ist die Beschäftigtenzahl im Kammerbezirk um fast 90.000 auf inzwischen mehr als 805.000 gewachsen. Während die Beschäftigung im nordrhein-westfälischen Durchschnitt seitdem lediglich um zehn Prozent kletterte, bezifferte die IHK die Wachstumsrate für das Münsterland auf 15 Prozent.

(WN)


 


 

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