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  • 10.09.2012, 10:38 Uhr
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  • Münster/Erkenschwick
Arbeitsplätze

Westfleisch greift in Erkenschwick zum Rotstift

Westfleisch verliert die Geduld: Die schon lange „unbefriedigenden“ Ergebnisse am Standort Erkenschwick sollen nun Konsequenzen haben. 70 der derzeit rund 1000 Arbeitsplätze an dem Standort, der im Jahr 2004 – damals noch unter dem Namen Barfuß – übernommen wurde, sollen wegfallen.

Doch Meinhard Born, Pressesprecher des münsterischen Fleisch-Konzerns, sieht noch eine Alternative zum Stellenabbau: „Präferenz hat für uns ein Sanierungstarifvertrag, der die Aufrechterhaltung der Arbeitsplätze ermöglicht.“ Darüber wird zurzeit mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) verhandelt. „In zwei bis drei Wochen werden die Gespräche fortgesetzt“, betonte Born.

„Wir prüfen derzeit die wirtschaftliche Lage bei Westfleisch Erkenschwick“, erklärte die Landesbezirkssekretärin der NGG, Anja Weber, im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein entsprechendes Gutachten sei in Auftrag gegeben. „Bedingung eines Sanierungstarifvertrags ist auf jeden Fall der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen“, stellte Weber klar.

Den Standort Erkenschwick wolle Westfleisch langfristig erhalten, sagte Firmensprecher Born. „Wir sehen dort gutes Wachstumspotenzial.“ Aktueller Grund für den Handlungsbedarf in Erkenschwick ist nach Unternehmensangaben auch der deutlich unterdurchschnittliche Verlauf der diesjährigen Grillsaison. Hinzu komme, dass die Einkaufpreise für Schlachtvieh auf den höchsten Stand seit zwölf Jahren geklettert seien, hieß es.

(Jürgen Stilling)


 


 

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