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  • 05.06.2013, 14:20 Uhr
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  • Münsterland
Arbeitswelt 3.0 - Generation Y

Die nächste Generation am Fachkräftemarkt

Unter dem Titel „Arbeitswelt 3.0“ bietet die gfw - Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf mbH den Unternehmen Veranstaltungen an, mit denen das Recruiting um die benötigten Fachkräfte optimiert werden kann. Am 13.06. findet die nächste Veranstaltung statt. Das Thema lautet "Generation Y".

Im Vorfeld der kostenlosen Veranstaltung sprachen wir mit dem Hauptreferenten Thorsten Barth (PricewaterhouseCoopers AG).

Was bedeutet „Generation Y“ und warum wird diese Generation so intensiv erforscht?

Unter Generation Y versteht man gemeinhin die Generation, die in den 80ern, Anfang der 90er geboren wurde und im digitalen Zeitalter aufgewachsen ist. Für diese Generation - auch Millenials oder Digital Natives genannt - ist es ganz natürlich, dass man Wissen schnell ergoogelt und nicht im Lexikon oder Wörterbuch nachschlägt. Das ist aus meiner Sicht auch einer der wesentlichen Gründe, warum die Generation so intensiv erforscht wird. Der andere Umgang mit Informationen über das Internet und die sozialen Medien, mit denen diese Generation aufgewachsen ist, wirkt sich auch auf die Erwartungen an die Arbeitswelt aus.

Wie sieht für diese Generation das perfekte Arbeitsverhältnis aus?

Aus unseren Studien erkennen wir bestimmte Muster, die für diese Generation in einem Arbeitsverhältnis wichtig sind. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Punkte:

  1. Wechselbereitschaft und geringere Arbeitgeberloyalität
  2. Transparente Karrierewege und Mobilität werden erwartet (Wanderlust)
  3. State of the art Technology
  4. Hohe Flexibilität im Hinblick auf Arbeitsort und Arbeitszeit
  5. Hohe Erwartungen an Entwicklungsmöglichkeiten, Coaching und Anerkennung
  6. Streben nach dem wertevollen Arbeitgeber (Nachhaltigkeit, Soziale Verantwortung)

In Zeiten von Fachkräftemangel und demografischem Wandel ist die Generation Y bald die größte Gruppe von Arbeitnehmern. Was müssen Arbeitgeber der Generation Y bieten, mit welchen (neuen) Mitteln können sie sie erreichen?

Arbeitgeber müssen die oben genannten Charakteristika verstehen und für Ihre spezifische Unternehmenssituation umsetzen. Dabei muss eine Umsetzung nicht dogmatisch erfolgen, sondern sollte selbstverständlich Arbeitgeberbedürfnisse und Arbeitnehmerbedürfnisse berücksichtigen. Es können unterschiedliche Dinge sein, z.B. WLAN im Gebäude, so dass Mitarbeiter evtl. mal eine Stunde bei Ihrem Kollegen auf einem anderen Flur arbeiten können oder eine Stunde in der Cafeteria, es können aber umfangreichere Konzepte im Hinblick auf gezielte Mitarbeiterentwicklung unter Berücksichtigung von Projektarbeit sein.

Wie können ländliche Regionen, wie der Kreis Warendorf, bei der Generation Y punkten?

Für mich steht nicht die Frage im Vordergrund, wo ein Unternehmen angesiedelt ist. Wenn sich Unternehmen – unabhängig von Standort und Größe – darauf fokussieren, interessante Aufgaben und Positionen mit Entwicklungspotential anzubieten und die o.g. Charakteristika für sich berücksichtigen, werden sie in der Lage sein, gute Mitarbeiter für sich zu begeistern. Die Aufgaben und die Perspektiven sind entscheidend, gerade für die Gen Y. Eine ländliche Region hat ebenso Vor- und Nachteile wie eine Metropolregion.

(Redaktion)


 


 

Thorsten Barth
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Fachkräfte
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Kreis Warendorf

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