Weitere Artikel
  • 04.07.2013, 15:45 Uhr
  • |
  • Kreis Warendorf
Arbeitswelt 3.0

Personalmarketing – Positionierung im Social Web

Unter dem Titel „Arbeitswelt 3.0“ bietet die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Warendorf Veranstaltungen, mit denen das Fachkräfte-Recruiting optimiert werden kann. Am 11.07. findet um 17.30 Uhr die nächste Veranstaltung mit dem Thema "Personalmarketing – Positionierung im Social Web" statt.

Im Vorfeld der kostenlosen Veranstaltung sprachen wir mit dem Hauptreferenten Dipl.-Kfm. Jan Kirchner, geschäftsführender Gesellschafter der atenta GbR - social web stuff 20148 Hamburg.

Was genau versteht man unter Social Media Recruiting?

Jan Kirchner: Social Media Recruiting steht als Sammelbegriff für alle Maßnahmen und Auftritte, die Firmen mit dem Ziel der Arbeitgebermarkenbildung (Employer Branding) und des Personalmarketings im Social Web unterhalten. Die gängigsten Beispiele sind Facebook Karrierepages und Mitarbeiterblogs .

Welche Rolle spielen Facebook, Xing, Twitter & Co. beim Anwerben von Personal wirklich?

Jan Kirchner: Aus der Perspektive des Employer Brandings sind Social Media Dienste sehr mächtige Werkzeuge, wobei man je nach Zielgruppe zwischen den einzelnen Plattformen dringend differenzieren sollte. Facebook gestattet mir beispielsweise als einziger Online-Dienst die proaktive geografische, demografische und interessensspezifische Ansprache potenzieller Bewerber. Selbst Google kann das nur sehr eingeschränkt leisten. Auf einem Arbeitsmarkt, der sich vom Arbeitgeber - zum Arbeitnehmermarkt gewandelt hat, entscheidet die Nutzung bzw. Nichtnutzung solcher Möglichkeiten zukünftig darüber, wer bei den "War for Talent" für sich entscheidet.

Lohnen sich klassische Stellenausschreibungen in den Tageszeitungen überhaupt noch? Wenn ja, in welchen Fällen?

Jan Kirchner: Pauschal gesprochen: NEIN. Zwei der wenigen Ausnahmen: Sie suchen einen Geschäftsführer um die 50 Jahre für einen Mittelständler und inserieren in der FAZ oder Sie suchen Ärzte und inserieren im Ärzteblatt. Während Sie bei den Medizinern aber tatsächlich nicht am Ärzteblatt vorbeikommen, lässt sich der Geschäftsführerposten auch online besetzen, und das im Regelfall günstiger.

Was sind die größten Hürden für Unternehmen, Recruiting via Social Media zu betreiben?

Jan Kirchner: Fehlendes Know-how und ein völlig überzogenes Risikobewußtsein.

Lohnt es sich auch für kleine oder mittlere Unternehmen – Stichwort: Aufwand vs. Nutzen?

Jan Kirchner: Das hängt neben der Firmengröße u.a. von der Art des Social Media Auftritts und der Firmenkultur ab. Die bestehenden Social Media Netzwerke der eigenen Mitarbeiter zu nutzen, lohnt sich aber auch für einen Drei-Mann-Betrieb.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung gibt es hier.

(Redaktion)


 


 

Jan Kirchner
Social Web
Recruiting
Personalmarketing
Gesellschaft
Positionierung
Nichtnutzung

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Jan Kirchner" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: