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  • 26.07.2013, 09:14 Uhr
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  • Münster & Münsterland
ASB "Elterntour"

Familienfreundliche Arbeitszeiten für schönen Wiedereinstieg

Elterntour – das hört sich gut an. Ausflug oder gemeinsame Aktivitäten? Im Gegenteil – es geht um Arbeit, genauer um Arbeitszeit.

„Elterntour“ nennt der Arbeiter- Samariter-Bund (ASB) die Pflege- Fahrten, die zu Zeiten angeboten werden, die besonders elternfreundlich sind. „Kernzeiten sind da zwischen 8 und 12 Uhr“, erläutert Saskia Nielen dieses Angebot, das der ASB aktuell anschiebt, um besonders Frauen zu ermöglichen, ihre Arbeitszeit mit den Schul- oder Kita-Zeiten ihres Nachwuchses zu kombinieren, so die Pressesprecherin.

„Starre Arbeitszeiten sind für viele ein Hindernis, die wieder einsteigen möchten“, betont Martina Brexler, Pflegedienstleiterin beim ASB.

Fachkräfte halten und gewinnen

Ziel sei es, Fachkräfte zu halten und neue hinzuzugewinnen. Elisabeth Willecke zum Beispiel ist Mutter von vier Kindern. Und als solche weiß sie familienfreundliche Arbeitszeiten sehr zu schätzen. „Auch die Kollegen haben viel Verständnis für unsere Situation“, hat sie festgestellt.

Kira Thomson-Brinke ist in der häuslichen Pflege eingesetzt. Die alleinerziehende Altenpflegerin profitiert ebenfalls von der Elterntour: „Besonders im Pflegebereich sind familienkompatible Arbeitszeiten nur selten zu finden. Für mich ist die Elterntour ideal.“

Acht Elterntouren bietet der ASB zurzeit an: „Es können bei Interesse gern noch mehr werden“, sind sich die Verantwortlichen einig. Die im Moment noch ein zweites Anliegen umtreibt. Und das hat mit der Geschichte des Arbeiter-Samariter-Bundes zu tun, der sich seinem eigenen Ermessen nach 1972 in Münster gegründet hat.

Doch in letzter Zeit, so berichtet Sprecherin Saskia Nielen, seien über den Bundesverband einige Akten und Vermerke aus dem Archiv aufgetaucht, die darauf hinweisen, dass es den ASB auch in Münster schon um 1920 gegeben hat. In den Bekanntmachungen des Bundesvorstandes taucht eine Eintragung aus dem Jahr 1928 auf, eine andere belegt, dass es 1920 in der Stadt ein ASB-Kolonne gegeben haben muss.

Deshalb sucht der ASB nach Schriftstücken, Fotos oder Dokumenten aus der Zeit. „Vielleicht hat ja jemand in einem Nachlass oder alten Erbsachen etwas gefunden.“ Wenn ja, dann bittet Saskia Nielen um Kontaktaufnahme unter [email protected].

(Martina Döbbe)


 


 

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