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  • 13.03.2013, 11:17 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Auftakt der Workshop-Reihe

„Finden und Binden – Personalpolitik heute“

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Münsterland hatte zusammen mit mehreren Kooperationspartnern zur Veranstaltung in die Bagno-Konzertgalerie eingeladen.

„Die beste Werbung für ein Unternehmen sind zufriedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“: Dies war eine der Thesen, die Prof. Dr. Henner Hentze in seinem Impulsvortrag bei der Veranstaltung „Finden und Binden – Personalpolitik heute" vertrat. Zu den Kooperationspartnern der Veranstaltung zählen die Handwerkskammer, die Fachhochschule Münster, das Netzwerk Wiedereinstieg, die Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf und das Lokale Bündnis für Familie Steinfurt sowie die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises und der Kreisstadt Steinfurt.

„Unternehmen, die die demografische Entwicklung als Herausforderung akzeptieren, haben einen wichtigen Schritt getan. Es gibt einen Wettbewerb um gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, und dieser Konkurrenz müssen wir uns stellen“, so Prof. Dr. Henner Hentze von der Fachhochschule Münster zum Thema „Unternehmenskultur und Mitarbeiter(innen)bindung“. Er ging dabei insbesondere auf die gewachsenen Unternehmenswerte ein und betonte „Werte fallen nicht vom Himmel – sie sind Produkte der Unternehmensentwicklung“. Er führte sehr anschaulich aus, dass Anerkennung, Respekt, Verlässlichkeit und Lösungsorientiertheit die Werte der Unternehmenskultur für die Bindung sind und warb dafür, passgenaue familienfreundliche Maßnahmen mit dem Personal zu entwickeln, statt einen „Bauchladen an familienfreundlichen Maßnahmen“ vorzuhalten.

Der Erste Beigeordnete der Kreisstadt Steinfurt, Dirk Wigant, hatte bereits in seinem Grußwort deutlich gemacht, dass es gerade für Betriebe im Münsterland problematisch sei, geeignetes Personal überhaupt zu finden. Der Kampf um die guten und klugen Köpfe und Hände werde deutlich zunehmen. Dabei hätten es vor allem kleinere Unternehmen besonders schwer, so Wigant. „Ein Thema, das mit jedem Jahr aktueller wird und dem wir heute nicht mehr ausweichen können. Denn es wird genau so eintreten wie seit Jahren prognostiziert“, richtete er den Blick in die Zukunft.

Die Kreishandwerksmeisterin Erika Wahlbrink lenkte den Blick hingegen auf die Handwerksbetriebe: „Früher haben die Betriebe weit über Bedarf ausgebildet, heute müssen wir uns anstrengen, um genügend Nachwuchskräfte zu bekommen“. Wahlbrink warb für die Unternehmen nach dem Motto: „Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will“.

Claudia Höhn vom Kompetenzzentrum Frau & Beruf Münsterland lud danach zu kleinen Diskussionsrunden mit unterschiedlichen Themen ein. In einem regen Meinungsaustausch wurden Handlungsansätze und Ideen zusammengetragen. Aus den Diskussionsergebnissen werden bis zu den Sommerferien Workshops angeboten.

(Redaktion)


 


 

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