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  • 10.07.2014, 16:14 Uhr
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  • Greven / Hörstel / Münsterland
Ausbildung

Fachkräftenachwuchs für die Zukunft sichern

Was tun, wenn kleine oder mittlere Betriebe zwar ausbilden wollen, dies aber nicht dürfen? Aufgrund ihrer Spezialisierung und Größe können viele kleine und mittlere Betriebe nicht alle vorgeschriebenen Ausbildungsinhalte vermitteln.

Hier hilft die Verbundausbildung durch zwei oder mehrere Unternehmen beziehungsweise durch einen Betrieb und einen Bildungsdienstleister. Sie schafft neue Lehrstellen, verbessert häufig die Ausbildungsqualität und leistet einen Beitrag zum benötigten Fachkräftenachwuchs der Betriebe.

So macht es auch das Unternehmen AS-Multimedia in Hörstel. Gemeinsam mit dem Verbundunternehmen Lammert Druck und Hembrock IT-Consulting bildet das Unternehmen inzwischen seine fünfte Auszubildende zur Mediengestalterin aus. „Durch die eigene Ausbildung binden wir unsere eigenen Fachkräfte an uns – das rechnet sich auf Dauer!“, sagt Andreas Schöwe, Inhaber von AS-Multimedia. Julia Roesler, Leiterin der Regionalagentur Münsterland, ergänzt: „Durch diese Kooperationsform sind mehr Unternehmen in der Lage selbst auszubilden und schaffen damit Berufs- und Lebensperspektiven für junge Menschen“.

In der Praxis kann diese Kooperation vielfältig gestaltet werden. Die Gesamtverantwortung für die Ausbildung liegt beim Leitbetrieb, der mit den Jugendlichen den Ausbildungsvertrag abschließt und auch die Ausbildungsvergütung zahlt. Mit dem Verbundpartnerbetrieb wird ein ergänzender Kooperationsvertrag geschlossen, der die dort zu vermittelnden Qualifikationen und deren Verrechnungen regelt. „Die Erfahrungen durch die Aufenthalte in verschiedenen Betrieben während der Ausbildung ist ein großer Gewinn“, betont Melanie Aufderhaar, die als erste Auszubildende im Verbundmodell bei AS-Multimedia ihre Ausbildung erfolgreich absolviert hat. Sie macht deutlich: „Nur so erlebt und erlernt man den ganzen Prozess von der Entwicklung bis zum fertigen Druckprodukt.“

Die Bereitstellung von betrieblichen Ausbildungsplätzen im Verbundmodell wird zusätzlich mit bis zu 4.500 Euro vom NRW-Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt.
Interessierte Unternehmen können sich bei der Regionalagentur Münsterland melden.
Weitere Informationen:
Münsterland e.V., Regionalagentur Münsterland, Tanja Woydanowitz, am FMO Flughafen Münster/Osnabrück – Airportallee 1– 48268 Greven – Tel.: 02571/949318, Fax: 02571/949376, [email protected]www.regionalagentur-muensterland.de

(Redaktion)


 


 

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