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  • 19.11.2012, 09:40 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Ausbildung und Karriere

80 Betriebe werben mit neuem Karrieremodell „AusbildungKompakt“

Die Unternehmen im Münsterland haben ein neues Karrieremodell für sich entdeckt, um Nachwuchsfachkräfte von vornherein stärker an sich zu binden. Sie bieten ihren Auszubildenden neben dem herkömmlichen Berufsabschluss auch gleich den „Meister-Titel“ an.

Das neue Karrieremodell bringt Azubis non-stop voran: In vier Jahren vom Schulabgänger zum Wirtschaftsfachwirt oder IT-Professional oder in viereinhalb zum Industriemeister. „Mit dieser klaren Aufstiegsperspektive punkten die Unternehmen im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte“, betont Carsten Taudt, der den Geschäftsbereich Bildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen in Münster leitet.

Vor allem durch die kürzlich erfolgte Gleichstellung eines Fachwirt- oder Meisterabschlusses mit einem Bachelor habe diese Kombination von Aus- und Weiterbildung noch einmal an Attraktivität insbesondere für Abiturienten gewonnen. „AusbildungKompakt“ hat die IHK Nord Westfalen dieses neue Ausbildungsangebot genannt. 80 Unternehmen nutzen es bereits, „um sich stärker zu profilieren“, betont Ulli Schmäing, der das IHK-Projekt betreut. Das Aufstiegsmodell sorge von Anfang an für eine stärkere Bindung zwischen Betrieb und Lehrling und sei „hervorragend geeignet, Führungskräfte mit Praxisbezug passgenau auszubilden“, nennt er zwei Vorteile.

Ein räumlicher Schwerpunkt ist in Münster mit zehn Firmen, aber auch die Wirtschaft in Bocholt (8) gehört zu den Pionieren des innovativen Ausbildungsmodells, das „an vielen Orten in der Region ausprobiert wird, von Ahlen bis Westerkappeln“, betont Ulli Schmäing. Er ist sich sicher: „Das spricht sich herum und setzt sich bei den führenden Betrieben durch.“

Vor wenigen Wochen sind wieder 42 Auszubildende gestartet, davon 37 mit dem Ziel Wirtschaftsfachwirt. Drei wollen den Abschluss als IT-Professionals, zwei Industriemeister werden. 2011, als „AusbildungKompakt“ mit 38 Teilnehmern begann, war die fachliche Verteilung ähnlich. „Das sind genau die Fachkräfte, die unsere regionale Wirtschaft nach den Prognosen des NRW-Fachkräftemonitors dringend braucht“, erläutert Geschäftsbereichsleiter Taudt, „zumal sie auch die Ausbildereignungsprüfung absolvieren“.

Auszubildende können bei „AusbildungKompakt“ zwischen drei Weiterbildungsgängen wählen: Bei einer Lehre in einem gewerblich-technischen Beruf winkt der Geprüfte Industriemeister IHK, bei einer kaufmännischen Ausbildung der Abschluss als Geprüfter Wirtschaftsfachwirt (IHK). Beim Start in einem IT-Ausbildungsberuf führt zum „Operative Professional“. Die gesamte Ausbildungszeit beträgt vier Jahre für Wirtschaftsfachwirte sowie Operative Professionals und viereinhalb Jahre für Industriemeister.

(Redaktion)


 


 

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