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  • 25.11.2014, 10:18 Uhr
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  • Münster / Wiesbaden
Ausbildungsverträge

Ausbildungszahlen in der Bauwirtschaft steigen an

Die Zahl neuer Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft ist in diesem Jahr das erste Mal seit drei Jahren wieder gestiegen. Der Ausbildungsmarkt hat sich damit besser entwickelt als in anderen Branchen, was auch ein Verdienst der jüngsten Initiativen der Bauwirtschaft im Kampf um den Fachkräftenachwuchs sein dürfte.

Nach Zahlen von SOKA-BAU ist die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge in der Bauwirtschaft im Jahr 2014 leicht um 0,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen (von 11.087 auf 11.166, Stand 01.11.2014). Damit ist das erste Mal seit drei Jahren wieder ein Anstieg der Zahl der Neuauszubildenden zu verzeichnen, die Gesamtzahl aller Auszubildenden ist gleichwohl weiter rückläufig (von 35.491 auf 35.162). Der Ausbildungsmarkt hat sich damit in der Bauwirtschaft in diesem Jahr besser entwickelt als in anderen Branchen. So sind in Industrie und Handel die neuen Ausbildungsverträge um mehr als 2 % gesunken, im gesamten Handwerk um 1,6 %.

Dies dürfte zum einen an der Attraktivität der Ausbildung am Bau liegen, schließlich zählen die Bauberufe zu den bestbezahlten Ausbildungsgängen überhaupt. Zum anderen ist die relativ gute Entwicklung auch ein Verdienst der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung in der Bauwirtschaft, im Rahmen derer sich alle Betriebe an den Ausbildungskosten beteiligen und ausbildende Betriebe kostenmäßig entlastet werden. Dies zeigt sich auch daran, dass nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Zahl der Ausbildungsstellen im Baugewerbe um 3,6 % gestiegen ist, während sie deutschlandweit nur um rund 1% zugenommen hat.

Schließlich machen sich die jüngsten Initiativen der Bauwirtschaft bezahlt, mit denen man sich dem Problem des Fachkräftemangels angenommen hat. Dazu zählt auch das im vergangenen Jahr gestartete Pilotprojekt "Berufsstart Bau", das junge Leute durch Qualifizierungsmaßnahmen auf eine Bau-Ausbildung vorbereitet und welches aus der umlagefinanzierten Ausbildungsförderung finanziert wird.

Allerdings sollte die Bauwirtschaft ihre Anstrengungen trotz dieser ersten Erfolge unverändert aufrechterhalten. Daten der Bundesagentur für Arbeit zeigen nämlich auch, dass die Zahl unbesetzter Ausbildungsstellen im Bausektor stärker gestiegen ist als im Branchendurchschnitt (22,2 % ggü. 10,0 %), bei einem gleichzeitigen Überangebot an Ausbildungsstellen. SOKA-BAU hilft deshalb bei der Vermittlung und Besetzung von Ausbildungsplätzen. Zum einen finden ausbildungsinteressierte Jugendliche in einer Ausbildungsplatzbörse (www.bau-ausbildung.de) ein Verzeichnis aller ausbildenden Betriebe. Zum anderen können Bauunternehmen in einer weiter entwickelten Jobbörse (www.bau-stellen.de) offene Stellen einstellen. Für Bewerber hat die Jobbörse den Vorteil, dass sie als sog. Metasuchmaschine auch Stellenanzeigen im Internet durchsucht.

(ots / SOKA-BAU)


 


 

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