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  • 27.03.2013, 09:52 Uhr
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  • Münster
Ausschreibung geht baden

Kein Investoren-Angebot für privates Südbad

Wie eine Recherche der Westfälischen Nachrichten ergab, sind die Bemühungen der Stadt Münster gescheitert, einen privaten Investor für den Bau eines neuen Südbades am Inselbogen zu finden.

Zwar lehnte Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier gestern jeden Kommentar kategorisch ab. Nach verlässlichen Informationen der Westfälischen Nachrichten soll das „Exposé zur Veräußerung der Liegenschaft Inselbogen 36 in Münster“ aber auf keine verwertbare Resonanz gestoßen sein. Mit anderen Worten: Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 5. März gingen keine oder zumindest keine brauchbaren Angebote ein.

Um Kosten zu sparen und kein wirtschaftliches Risiko einzugehen, hatte die Stadt nach einem Investor gesucht, der im Rahmen eines umgangreichen Neubaus auf dem Grundstück des alten Südbades auch ein öffentlich nutzbares Schwimmbad baut.

Ein erstes Konzept für ein solches Badehaus – kombiniert mit Wohnungen, Geschäften und einer Tiefgarage – hatte der münsterische Architekt Peter Fischbach gemeinsam mit dem Investor Clemens Baakmann erarbeitet.

Auf Nachfrage erklärte Fischbach am Dienstag, dass er sich an der Ausschreibung nicht beteiligt habe. Zu den Gründen wollte er nichts sagen. Nur so viel: „Das Zahlenwerk hat sich geändert.“

In Investorenkreisen war wiederholt darüber geklagt worden, dass die Ausschreibung in der vorliegenden Form und mit den darin enthaltenen Auflagen keine Chance auf eine schwarze Null biete.

Ganz offensichtlich, so ist bei Kommunalpolitikern zu hören, sei das Exposé mehr auf die Interessen des Südbadvereines und weniger auf die Interessen privater Geldgeber ausgerichtet.

Wolfgang Wiemers, Vorstandsmitglied des Südbad- Vereines, erklärte am Dienstag, dass der Verein die offizielle Bekanntgabe des Ausschreibungsergebnisses abwarten werde. Sollte sich tatsächlich kein privater Investor finden, so müsse „Plan B greifen“.

Wohn- und Stadtbau als Wunsch-Investor

Nach den Vorstellungen der Schwimmbadfreunde soll das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau in die Investorenrolle schlüpfen. Diesen Vorschlag hatte der Verein auch bereits während des laufenden Ausschreibungsverfahrens geäußert. Klemens Nottenkemper, Chef der Wohn- und Stadtbau, wollte sich dazu am Dienstag jedoch nicht äußern.

Eine öffentliche Finanzierung des neuen Bades – ein Wahlversprechen von Oberbürgermeister Markus Lewe – wurde von den Kommunalpolitikern wegen des hohen Schuldenstands der Stadt bislang nicht in Erwägung gezogen.

(Klaus Baumeister)


 


 

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