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  • 28.11.2014, 14:43 Uhr
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  • Münsterland / Kreis Borken
Auszeichnung Kreis Borken

Betriebe als „Unternehmen mit Weitblick 2014“ ausgezeichnet

Der Kreis Borken hat sieben Firmen aus dem Kreisgebiet als „Unternehmen mit Weitblick 2014“ geehrt. Diese Arbeitgeber stellen sich der besonderen Herausforderung des demografischen Wandels und richten sich mit ihrer Personal- und Unternehmenspolitik auf ältere Arbeitnehmer ein.

Die Auszeichnung ist Bestandteil des Bundesprogramms „Perspektive 50plus“ und fand im Rahmen des kreisweiten Projekt „comeback50“ statt. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster übergab gemeinsam mit „comeback50“-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann in der Akademie Klausenhof in Rhede die Preise.

Allen Unternehmen gemein ist, dass sie in Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über 50 einen Gewinn für ihre Firma sehen. Was sie im Einzelnen anders als viele Betriebe machen, wurde bei der Laudatio zur Preisverleihung herausgestellt:

  • Bellen Transporte International in Borken: Von den 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind 15 über 50 Jahre alt. Besonders beeindruckt zeigt sich die Firmenleitung von der hohen Motivation und dem souveränen Auftreten der älteren Mitarbeitenden.
  • TRAPO AG aus Gescher: Schon vor 30 Jahren setzte die Firma vorausschauend darauf, dass das Wissen und die Erfahrung der Älteren an die nachfolgenden Generationen weitergegeben wird. Es wird erfolgreich in altersgemischten Tandems gearbeitet. Von den 166 Mitarbeitenden sind 43 älter als 50 Jahre.
  • AL-Metall GMBH aus Ahaus-Alstätte: Von den etwa 120 Beschäftigten sind 26 über 50 Jahre alt. Die AL-Metall hat sich auf die Fahne geschrieben, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Fertigung einzugehen und bietet beispielsweise Weiterbildungen, um an anderer Stelle im Betrieb zu arbeiten, wenn die Produktion körperlich nicht mehr leistbar ist.
  • Lebenshilfe Wohnen gGmbH aus Borken: 119 Beschäftigte sind im Unternehmen tätig, 48 von ihnen sind älter als 50 Jahre. Die Lebenshilfe legt Wert darauf, den altersentsprechenden Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden gerecht zu werden: So können Stunden reduziert oder Tätigkeitsbereiche gewechselt werden. Die Geschäftsführung lobt unter anderem das große Pflichtbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Lebens- und Berufserfahrung.
  • Gausling GmbH & Ko. KG aus Heek: Elf der 87 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das 50. Lebensjahr überschritten. Ein Schwerpunkt liegt in der Weitergabe des Fachwissens der Älteren an die Jüngeren – altersgemischte Teams ermöglichen den Wissenstransfer. Auch ein Teilnehmener des Projekts „comeback50“ bekam in dem Betrieb eine neue Chance.
  • Metallbau Fengels in Raesfeld: Drei der Fünf Mitarbeitenden sind über 50 Jahre alt. Der Betrieb setzt bewusst auf die Generation 50plus: Die Firmenleitung lobt die Erfahrung, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft, bei den Kunden kommt das souveräne Auftreten gut an. Hilfsmittel schaffen körperliche Entlastungen, ein Mitarbeiter wurde über „comeback50“ vermittelt. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).
  • RDS Büdding aus Bocholt: Zwei der 22 Beschäftigten sind über 50 Jahre alt und über das Projekt „Comeback50“ zur Firma gekommen. Der Firmenchef will den Betrieb weiter vergrößern und hat schon Kontakt zu „comeback50“ aufgenommen. (Der Preisträger konnte nicht anwesend sein und erhält die Auszeichnung nachträglich).

Vor der Preisverleihung befasste sich Prof. Dr. Olaf Arlinghaus von der Fachhochschule Münster in einem Fachvortrag mit dem Thema „Generation 50plus – Megachance für Unternehmen im demografischen Wandel“.

Eine zehnköpfige Jury hatte im Vorfeld über die Preisträger beraten. Darin wirkten neben „comeback50“-Projektleiterin Susanne Woldering vom Kreis Borken und dem comeback50-Projektbotschafter und Landrat a.D. Gerd Wiesmann noch Dr. Heiner Kleinschneider (WFG), Christoph Bruns (Kreishandwerkerschaft Borken), Dr. Hans Amendt (Akademie Klausenhof), Bernhard Könning (BBS Westmünsterland), Roland Engels (DGB Region Münsterland), Norbert Steinig (IHK Nord Westfalen), Jürgen Paschold (Unternehmerverbandsgruppe) und Horst Dreyer (Unternehmensverband AIW) mit.

Zum Hintergrund: Projekt „comeback50“

Das Projekt „comeback50“ unterstützt zusammen mit der Akademie Klausenhof in Rhede und der Berufsbildungsstätte Westmünsterland in Ahaus Langzeitarbeitslose, die über 50 Jahre alt sind, dabei, wieder eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle zu bekommen. Dabei sind betriebliche Praktika ein wichtiges Instrument, um erste Erfahrungen mit den Unternehmen zu machen. So ergeben sich häufig Chancen, dort eine Anstellung zu erhalten.

Die Arbeitsuchenden bekommen durch „comeback50“ zudem eine individuelle Beratung und werden in Seminaren und differenzierten Qualifikationsangeboten auf das Berufsleben vorbereitet. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Jobcentern, die ebenfalls die Wiedereingliederung der Arbeitssuchenden begleiten. Nähere Informationen zum Projekt „comeback 50“ gibt es im Internet unter www.comeback50-borken.de oder bei Susanne Woldering, Projektleiterin beim Kreis Borken, Tel.: 02861/821247, E-Mail: [email protected]

(Kreis Borken)


 


 

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