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  • 27.11.2013, 10:43 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Auszeichnung

Spitzenabsolventen erstmals gemeinsam von IHK und Kaufmannschaft geehrt

In diesem Jahr rollten die Kaufmannschaft und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen ihren besten Ausbildungsabsolventen der kaufmännischen und industriell-technischen Berufe zum ersten Mal gemeinsam den roten Teppich aus.

Wegen Überfüllung geschlossen? Beinahe. Im Rathausfestsaal wurden zumindest die Sitzplätze knapp, und auch in der angrenzenden Rüstkammer gab es nicht mehr viel Auswahl. 130 Einser-Azubis wurden am Dienstagabend gefeiert – und die haben natürlich Familie, Freunde und Partner mitgebracht. So viel Andrang, staunte Matthias Lückertz, der Vorsitzende der Kaufmannschaft zu Münster von 1835, gab es wohl noch nie in der immerhin 58-jährigen Tradition dieser Bestenehrung.

1.753 Auszubildende münsterischer Unternehmen stellten sich in diesem Jahr der Abschlussprüfung. Bestanden haben 1.637 von ihnen, also 93,4 Prozent. Und 130 Prüflinge, also 7,4 Prozent, haben ein „sehr gut“ erzielt – ein deutliches Zeichen für den großen Einsatz, mit dem die Unternehmen in Münster ihren Fachkräftenachwuchs fördern.

„Neue Generation von Leistungsträgern“

Ein solcher Erfolg ist jedoch nur möglich, wenn alle mitziehen. Deshalb dankte Matthias Lückertz ausdrücklich den Ausbildern, Kollegen und Lehrern der Absolventen – aber auch den Eltern, Angehörigen, Freunden und Partnern. Spitzenleistungen seien eben auch das Verdienst derjenigen, die die „neue Generation von Leistungsträgern auf ihrem Weg ins Berufsleben begleitet haben“, unterstrich Lückertz. Den Spitzen-Azubis wünschte er beruflich wie privat einen kritischen Verstand und den „Mut zur eigenen Meinung“.

IHK-Hauptgeschäftsführer Karl-Friedrich Schulte-Uebbing lobte die Absolventen für die richtige Entscheidung, das Berufsleben mit einer betrieblichen Ausbildung zu beginnen. „Besser als jeder andere wissen Betriebe, welche Fachkräfte sie zukünftig brauchen. Und genau die bilden sie aus.“ Deshalb sei die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland die niedrigste in Europa.

Umso erstaunlicher sei der Ruf nach Ausbildungsgarantien, kritisierte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Ein solches Instrument führe im Ergebnis zu einer Ausbildung „am Bedarf vorbei“.

Thomas Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der BASF Coatings GmbH, gratulierte den Ausbildungsbesten mit sehr persönlichen Worten: „Seien Sie neugierig, bleiben Sie am Ball! Die Offenheit muss Sie während Ihres ganzen Berufslebens begleiten.“

(Lukas Speckmann, WN)


 


 

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