Weitere Artikel
  • 21.11.2013, 08:41 Uhr
  • |
  • Münster / Münsterland
Autobahnausbau

Mehr Stellplätze für LKW an der A1

Der Ausbau der Autobahn 1 zwischen Münster-Nord und Greven (10,6 Kilometer) stand am Dienstag im Mittelpunkt der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Nord. Die Rastplätze Plugger Heide und Sandrup sollen ausgebaut werden.

800 Einwendungen und Stellungnahmen seien zum Planfeststellungsentwurf eingegangen, berichtet Manfred Ransmann, Leiter Abteilung Planung der Regionalniederlassung Münster des Landesbetriebs Straßen NRW, der mit seinem Kollegen Matthias Fark nach Kinderhaus gekommen war, um Fragen der BV Nord zu beantworten.

Flüsterasphalt war ein Thema. Dieser offenporige Asphalt hat ein großes Hohlraumvolumen: Der Schall fängt sich in diesem Hohlraum; es wird nicht so laut. Die BV interessierte, weshalb dieser Asphalt nicht durchgängig verwendet wird, wenn er doch so deutlich zur Lärmsenkung beiträgt. Die Antwort war eindeutig: zu teuer. 500.000 Euro koste der Ausbau pro Kilometer mehr, wenn Flüsterasphalt verwendet werde, erklärte Manfred Ransmann. „Wir sind gehalten, davon nicht so üppig Gebrauch zu machen.“ Zudem halte dieser Asphalt nur neun Jahre, der normale hingegen mehr als doppelt so lange. Den höchsten Schutz genössen Krankenhäuser und Schulen, dann die allgemeinen Wohngebiete, dann folgen Dorfkern, Mischgebiet und Bauerschaft, erläuterte der Leiter der Planungsabteilung die Lärmschutz- Hierarchie .

Gerade im Außenbereich sei die Lärmbelästigung sehr hoch und gehe an die Grenze der Gesundheitsbelastung, unterstrich der Sprakeler CDU-Ratsherr Ludger Janning. Auch die Fragen der Grünen zielten auf die Angemessenheit der Grenzwerte. „Wir machen das, was uns der Gesetzgeber an die Hand gibt“, erwiderte Manfred Ransmann. Für betroffene Gebäude werde eine Vollschutzberechnung erstellt. Ransmann: „Wir rechnen mit 2.500 Euro pro Gebäudeseite.“

Wenn jemand privat auf eigene Kosten einen Lärmschutzwall bauen wolle, gäbe es da Hindernisse, wollte Matthias Bölling wissen. „Wir begleiten das grundsätzlich wohlwollend“, antwortete Ransmann, „aber wir prüfen auch nur die Verträglichkeit in Bezug auf die Belange der Straße.“ Die geplante Lärmschutzwand direkt an der Fahrbahn am Rastplatz Plugger Heide dient dem Lärmschutz für rastende Fernfahrer.

Ob auf den Lärmschutzwall noch eine Lärmschutzwand gebaut werden könne? So eine weitere Frage. „Wir haben keine Veranlassung dazu“, sagte Ransmann. Die Anzahl der Stellplätze für Lkw auf dem Rastplatz Plugger Heide soll von 22 auf 40 erhöht werden und auf dem Rastplatz Sandrup von 27 auf 50. Ein zusätzliches Lärmgutachten für Kinderhaus werde es nicht geben, der Stadtteil liege zu weit weg. Gegen die Stimmen der Grünen und mit einer Stimme der SPD stimmten CDU, SPD und FDP der offen gelegten Planung zu. Das galt auch für die modifizierte Stellungnahme der Stadt Münster zum Planfeststellungsentwurf. Einigkeit bestand darüber, dass der aktive Lärmschutz auch für den südlichen Bereich zwischen Münster-Süd und Münster- Nord nachgebessert werden soll. Der  Erörterungstermin ist im Frühjahr.

(WN)


 


 

Matthias Fark
Manfred Ransmann
Ludger Janning
Matthias Bölling
Lärmschutz
Münster-Nord
Asphalt
Rastplätze Plugger Heide
Ransmann

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Matthias Fark" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: