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  • 17.06.2013, 07:47 Uhr
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  • Münster & Münsterland
Azubi-Speed-Dating

IHK bietet 1500 Ausbildungsplätze am 11. Juli in Münster

Fast 1500 Lehrstellen gehen am 11. Juli innerhalb von sechs Stunden „über den Tisch“, wenn die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen die Türen zum 3. IHK-Azubi-Speed-Dating in Münster öffnet.

Mit 115 Unternehmen, die sich von 9 bis 15 Uhr in der MCC Halle Münsterland präsentieren, ist es nach IHK-Informationen bundesweit die größte Lehrstellenvermittlung dieser Art und „eine riesige Chance für alle Schulabgänger, in zehn Minuten alles klar zu machen für den erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben“.

Im Zehn-Minuten-Takt laufen dann insgesamt hunderte von Gesprächen zwischen den Betrieben und den Schülerinnen und Schülern, um festzustellen, ob aus dem ersten lockeren Date eine feste Verabredung für einen Ausbildungsvertrag wird. „Die wenigsten Unternehmen sagen hier gleich eine Lehrstelle zu, doch die Zeit reicht für beide Seiten, um festzustellen, ob die Grundanforderungen erfüllt sind und die Chemie stimmt“, sagt Carsten Taudt, Leiter des Geschäftsbereichs Bildung bei der IHK Nord Westfalen.

Für die IHK ist wichtig, dass diese neue Vermittlungsform im Münsterland gut genutzt wird. „Die Schulabgänger- und Bewerberzahlen sinken kräftig“, warnt Taudt. Gleichzeitig sei der wirtschaftliche Erfolg wie in kaum einer anderen Region „hochgradig davon abhängig, dass wir weiterhin genügend junge Leute für die betriebliche Ausbildung gewinnen.“ Stellenanzeigen zu schalten, schriftliche Bewerbungsunterlagen durchzusehen und dann die übliche Anzahl von Vorstellungsgesprächen zu führen, reiche zukünftig nicht mehr aus.

„Das persönliche Kennenlernen von möglichst vielen Bewerbern in einem effizienten Verfahren wird immer wichtiger“, erläutert der Bildungsexperte die Funktion des Speed-Datings und betont: „Sonst bleiben Nachwuchskräfte unberücksichtigt, die durchaus Entwicklungspotenzial haben – und das können wir uns nicht leisten“. Schließlich könnten schon jetzt gerade im Münsterland viele Unternehmen ihre Lehrstellen nicht mehr vollständig besetzen. Die Betriebe hätten das erkannt, sagt Taudt mit Blick auf das Azubi -Speed-Dating am 11. Juli, „jetzt müssen nur noch genügend Schülerinnen und Schüler kommen“. Über 4000 Schülerinnen und Schüler verbuchte die IHK im vergangenen Jahr bei insgesamt sieben Speed-Datings in ganz Nord-Westfalen.

„Mit den Erfolgen aus den letzten beiden Jahren müssten wir die Lehrerinnen und Lehrer überzeugt haben, dass das Azubi-Speed-Dating eine einmalige Chance ist, die sie ihren Schülern nicht vorenthalten sollten“, unterstreicht Taudt. Insbesondere die Gymnasien „tun sich aber immer noch schwer, die betriebliche Ausbildung mit in die Berufsorientierung einzubeziehen“, weiß er. Und das, „obwohl durch den doppelten Abiturjahrgang und angesichts voller Hörsäle sowie steigender Hürden bei der Hochschulzulassung eine Lehre für viel mehr Abiturienten als sonst eine attraktive Alternative ist“.

Eltern, die möchten, dass ihre Kinder am IHK-Azubi-Speed-Dating teilnehmen, rät Taudt, frühzeitig eine Unterrichtsbefreiung zu beantragen: „Das sollte kein Problem darstellen, zumal auch die Bezirksregierung hinter der Veranstaltung steht“.

Auf die verschiedenen Karrierewege in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung weist die IHK mit ihrer Kampagne „Schock Deine Eltern“ hin. Auf den Internetseiten finden sich auch zahlreiche Beispiele von Abiturienten, die eine betriebliche Ausbildung einem Studium vorgezogen haben.

Termin:
3. IHK-Azubi-Speed-Dating am 11. Juli 2013 in Münster von 9 bis 15 Uhr in der MCC Halle Münsterland. Infos und Anmeldung: www.ihk-nordwestfalen.de/azubi-speed-dating

(Redaktion)


 


 

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