Weitere Artikel
  • 09.04.2014, 10:07 Uhr
  • |
  • Münster
Bahnhofs-Baustelle

Hamburger Tunnel in Münster ab Juli ohne Autoverkehr

Der Hamburger Tunnel in Münster wird spätestens ab Juli zur autofreien Zone. Wenn der Hauptbahnhof abgerissen wird, dient die Unterführung für Bahnreisende als Umleitung. Radfahrer können dort trotzdem in die Pedale treten.

Spätestens im Juli wird der Hamburger Tunnel neben dem Hauptbahnhof für den Autoverkehr komplett gesperrt. Die Unterführung, die die Bahnhofstraße mit der Bremer Straße verbindet, dient ab Sommer als Hauptumleitung für täglich Tausende Bahnreisende, wenn die beiden Fußgängertunnel an der Westseite für mindestens 15 Monate gesperrt werden müssen. Die Abrissarbeiten am alten Empfangsgebäude, die einen hohen logistischen Aufwand und große Umwege für Bahn-Kunden bedeuten, sollen im August beginnen.

Fußgänger und Radfahrer werden den Hamburger Tunnel gleichberechtigt nutzen können, unterstreicht Planungsamtsleiter Christian Schowe die dann wie auf der Windthorststraße geltende Verkehrsregelung „Radfahrer frei“. Vor allem ältere Bahnkunden haben die Sorge, ob das „Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme“ in dem Tunnel auch alltagstauglich sein wird.

Bestmögliche Umleitungssituation unter hohen Sicherheitsstandards

ZUGEHÖRIGE ARTIKEL:

Bevor die Abrissarbeiten an der Stadtseite des Hauptbahnhofs beginnen, muss die acht Meter breite Unterführung niveaugleich ausgebaut sein. Die alte Fahrbahn wird auf die Höhe der beiden Bordsteinkanten des bisherigen Fuß- und Radwegs aufgefüllt. Dazu werden Tastelemente im Boden eingebaut, die sichtbehinderten Passanten die Führung erleichtern. Zudem wird bis Ende Juli die Beleuchtung verbessert, damit im ab Sommer stark frequentierten Tunnel ausreichend Licht ist. „Wir wollen eine bestmögliche Umleitungssituation unter hohen Sicherheitsstandards schaffen“, sagt Schowe.

Die Stadtverwaltung und die Deutsche Bahn baldowern gerade auch aus, wie die Ostseite des Hauptbahnhofs für die zweijährige Bauphase gestaltet wird. Am dortigen Zugang zu den Gleisen werden mehrere Container stehen, wo das Reisezentrum samt Infopunkt sowie Lebensmittelgeschäfte untergebracht werden. Daneben werden die Taxen, die bislang an der Westseite stehen, auf Fahrgäste warten. Dazu kommen die Haltestellen für die Fernbusse und rund 1500 provisorisch angelegte Fahrradstellplätze, die zum Teil auch in der Grünanlage Bremer Platz auf der anderen Straßenseite bis Ende Juli entstehen sollen.

(Ralf Repöhler, WN)


 


 

Hauptbahnhof
Ostseite
Autoverkehr
Tunnel
Unterführung
Radfahrer
Abrissarbeiten
Bahnreisende

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Bauarbeiten" - jetzt Suche starten:

Entdecken Sie business-on.de: