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  • 10.07.2013, 09:43 Uhr
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  • Münsterland
Bankenbarometer

Stellenstreichungen zur Kostensenkung

Die Konjunkturdelle und immer mehr staatliche Vorschriften verderben den Banken in Deutschland und europaweit die Stimmung. In ihrem „Bankenbarometer“ hat die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) bei den Finanzmanagern eine stark eingetrübte Laune ermittelt.

Wichtiger Grund: „Die schwache Konjunktur führt zu steigenden Kreditausfällen“, heißt es in der am Dienstag vorgestellten Studie.

Die Banken wollen deshalb den Gürtel enger schnallen und ihre Kosten senken. Jede dritte deutsche Bank kündigte daher in der Befragung an, die Zahl der Mitarbeiter senken zu wollen – vor allem in der Verwaltung, aber auch im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Deutlich weniger Institute (17 Prozent) planen, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Europaweit haben sogar vier von zehn Geldhäusern Stellenstreichungspläne.

EY-Abteilungsleiter Dirk Müller-Tronnier kennt die Ursache: „Die Lage an den Finanzmärkten und im Bankensektor ist nach wie vor kritisch – trotz der derzeitigen relativen Ruhe in der Schuldenkrise“, betonte Müller-Tronnier. Hinzu kämen strengere Anforderungen an Liquiditätsreserven und Sicherheit. Dadurch würde die Gewinnentwicklung zusätzlich gebremst. In Deutschland nahmen an den Umfrage 59 Institute teil, die gemessen an der Bilanzsumme für 63 Prozent des Marktes in Deutschland stehen.

(Jürgen Stilling)


 


 

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