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  • 11.06.2014, 10:20 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Batterieforschung in Münster

Neues Institut der Helmholtz-Gemeinschaft für Batterieforschung gegründet

Wie kann Energie intelligent gespeichert werden? Dieser Frage wird sich das am Dienstag in Münster gegründete Helmholtz-Institut widmen. Das Forschungszentrum Jülich, die Universität Münster mit ihren Batterieforschungszentrum Meet und die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen sind Partner.

Der Bund übernimmt 90 Prozent der jährlich anfallenden 5,5 Millionen Euro Kosten für den Betrieb, zehn Prozent zahlt das Land . Darüber hinaus investiert das Land noch elf Millionen Euro. Für die Wissenschaftsministerinnen von NRW und Bund, Svenja Schulze und Johanna Wanka, ist die Energiespeichertechnik eine Schlüsseltechnologie.

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, kam am Dienstag über eine Stunde zu spät zur Eröffnung des Helmholtz-Instituts Münster. Auf dem Weg der Ministerin lagen viele umgestürzte Bäume als Folge des Unwetters in der Nacht. Ereignisse wie dieses werden gemeinhin als Begleiterscheinungen des Klimawandels angesehen. So gesehen hatte das verspätete Eintreffen der Ministerin viel mit dem Thema zu tun, um das es im Hörsaal im neu erbauten Pharma-Campus der Universität Münster ging.

„Energiewende ist nicht ohne die Förderung der Energiespeicher-Forschung zu schaffen“

Die Energiewende in Deutschland ist auch eine Maßnahme gegen den Klimawandel – „die Energiewende ist aber nicht ohne die Förderung der Energiespeicher-Forschung zu schaffen“, betonte Wanka, als sie dann endlich da war.

Das Helmholtz-Insitut Münster (HIMS) ist ein Kooperationsprojekt der Helmholtz-Gemeinschaft mit dem Forschungszentrum Jülich und den Hochschulen in Münster und Aachen. Dass das Zentrum in Münster angesiedelt wird, ist der hier in der Universität mit ihren Batterieforschungszentrum „Meet“ bereits weit entwickelten Forschung zu Speichertechnologien zu verdanken, betonten bei der Eröffnung unisono Jürgen Mlynek als Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich. Das Meet ist direkt neben dem HIMS angesiedelt, das in einem freien Teil des neu errichteten Pharma-Campus an der Corrensstraße untergebracht wird.

Grundlagenforschung im Feld der Energiespeicherung

Am Standort Münster werden zwei neue Helmholtz-Professoren mit 20 zusätzlichen Mitarbeitern Grundlagenforschung im Feld der Energiespeicherung leisten. Im besonderen Fokus steht dabei die Untersuchung der Elektrolythen, die den Stromfluss in einer Batterie erst ermöglichen.

Im Helmholtz-Institut geht es weniger um anwendungsnahe Forschung wie im Meet. Hier sollen Fragen bearbeitet werden, wie die bisher noch weitgehend flüchtige Energie etwa aus Wind- und Sonnenparks gespeichert werden kann. Bisher sei es lediglich möglich, die in Deutschland benötigte Energie für eine Stunde zu speichern, verdeutlichte Ministerin Wanka den Bedarf. NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze sieht in der Forschung auch „enormes Potenzial für Industrie und Wirtschaft“.

(Karin Völker, WN)


 


 

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