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  • 20.06.2014, 14:06 Uhr
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  • Münster / Münsterland
Baugeschäft

Anspruchsvolle Bauprojekte

Das internationale Baugeschäft wächst. Investoren müssen sich auf hohe Markteintrittshürden einstellen. Einige Modelle bieten neue Marktchancen.

Die zunehmende Vernetzung der globalen Wirtschaft führt in der Bauindustrie trotz der Ortsgebundenheit der Bauproduktion und den vergleichsweise langen Innovationszyklen zu grundlegenden Veränderungen hin zu einer neuen Arbeitsteilung zwischen international agierenden und lokalen Bauunternehmen im Rahmen von Großprojekten, zum Aufbau neuer Geschäftsfelder im baunahen Dienstleistungsbereich und hin zu einem steigenden Konzentrationsgrad. Das moderne internationale Baugeschäft beruht demzufolge auf wesentlich komplexeren Geschäftsmodellen als die klassische Auslandsbautätigkeit im 20. Jahrhundert. Darauf weist der Hauptverband der deutschen Bauindustrie hin.

Bedingt durch die Diversifizierung von Kundenstruktur und Projektabwicklungsmechanismen einerseits und den starken Anstieg der nationalen Baukapazitäten andererseits seien die Markteintrittshürden im Ausland heute höher als in der Vergangenheit. Zudem werde der Bauexport im Kerngeschäft in die lokalen Baumärkte zunehmend schwieriger. Und das Tochterund Beteiligungsgeschäft eröffne die Möglichkeit einer permanenten lokalen Präsenz und biete die Erschließung neuer Geschäftsfelder wie die Projektentwicklung, Betreibermodelle und baunahe Dienstleistungen neue Marktchancen. Für ihre Auslandsaktivitäten kann sich die deutsche Bauindustrie, wie es im Pressetext weiter heißt, „nach wie vor auf ihre bewährten Stärken wie ein profundes Ingenieurswissen, umfassende Planungs- und Ausführungskompetenz, nachhaltiges Projektmanagement , Termintreue und Kundennähe stützen“. Diese Wettbewerbsvorteile trügen dazu bei, dass deutsche Baufirmen vor allem bei technisch anspruchsvollen Bauprojekten, insbesondere im Infrastrukturbereich, nach wie vor weltweit gesucht seien. 

Die deutsche Bauindustrie ist wettbewerbsfähig am Markt

Die deutsche Bauindustrie deckt indes nicht nur den reinen Bauteil ab, sondern bietet im Rahmen von Konzessionsmodellen (PPP, BOT, DBFO, PFI, etc.) auch Gesamtlösungen an. So sind deutsche Baufirmen an Mautstraßen (unter ande-rem in Australien, Griechenland, Großbritannien, Österreich und Ungarn), an Brücken- und Tunnelverbindungen (zum Beispiel in Argentinien, Chile und Kanada), an Flughäfen (unter anderem in Albanien, Australien und Griechenland) sowie an Schul- und Krankenhausprojekten (in Australien, Großbritannien und Irland) beteiligt. Die lange Projektliste verdeutlicht, dass die deutsche Bauindustrie durch ihre Fähigkeit zur Verzahnung der Finanz-, Bau- und Betreiberkompetenz am Markt wettbewerbsfähig ist. Zunehmend engagiere sich die deutsche Bauindustrie auch bei der nachhaltigen Energieerzeugung, etwa beim Bau von Offshore-Windenergieparks oder Pumpspeicherkraftwerken, teilt der Verband weiter mit. Weitere Facetten der Umweltdienstleistungen seien der Bau und Betrieb von Trinkwasseraufbereitungsanlagen sowie die Altlastensanierung und das Flächenrecycling.

Während das internationale Geschäft früher eine Domäne der Bauaktiengesellschaften gewesen sei, gebe es heute eine ganze Reihe mittelständischer Bauunternehmen, die den Sprung ins Ausland geschafft hätten und ihr Leistungsprofil, vor allem in Spezialsegmenten wie dem Spezialtiefbau, im Eisenbahnoberbau oder im Umweltsektor, in Europa und auch weltweit erfolgreich anböten.

(Redaktion)


 


 

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